An der "Fridays for Future"-Demonstration in Datteln nahmen auch eine Reihe von Waltroper teil.
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An der "Fridays for Future"-Demonstration in Datteln nahmen auch eine Reihe von Waltroper teil.

Protest-Aktionen in Datteln

"Fridays for Future"-Demo: Aufbruch-Mann nennt Grünen-Haltung "Heuchelei"

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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An der "Fridays for Future"-Demonstration in Datteln haben sich auch viele Waltroper beteiligt. Nun kritisiert der Waltroper Aufbruch die Landes-Grünen.

Michael Finke, Ratsherr des Waltroper Aufbruchs, hat in einer Stellungnahme die Landes-Grünen kritisiert.  Deren Landesvorsitzende Mona Neubaur hatte den langjährigen Einsatz  derGrünen vor Ort gegen das Kraftwerk Datteln 4 gelobt. Finke dazu: "Als jemand, der die erste und bisher leider auch größte Demonstration gegen die Kohlekraftwerke im März 2009 mitorganisiert hat, finde ich es befremdlich, dass sich die Landessprecherin der Partei Bündnis 90/Die Grünen an die Antikraftwerksbewegung ranwanzt. War es doch diese Partei, die 2013 zusammen mit der SPD den Weiterbau des Kraftwerks ermöglicht hatte -  Stichwort Zielabweichungsverfahren. Nun in der Opposition lässt sich kräftig gegen das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 schießen. Was für eine Heuchelei!"

Das hatten wir zuvor berichtet:

Zwar lief die "Fridays for Future"-Demonstration am Freitag auf Dattelner Boden ab. Aber dass das Kraftwerk genauso die Waltroper beschäftigt, wissen nicht nur die, die in ihrem Waltroper Garten den Industriebau direkt vor der Nase haben. Folglich waren auch viele Waltroper bei der „Fridays for Future“-Demo gegen das Dattelner Kraftwerk dabei - so auch Bernd Schäfer, der unter anderem beim Waltroper Aufbruch aktiv ist. 

Waltrop: "Demo-Teilnehmerzahl ins Verhältnis setzen"

Gefragt, ob er mit der Teilnehmerzahl – die Polizei nennt die Größenordnung 430 – zufrieden sei, sagte Schäfer, man müsse das in die Perspektive setzen: Es hätten bundesweit 30 Demos der Bewegung stattgefunden. Angesichts dessen sei die Teilnehmerzahl gut. Das sei aber nur der Anfang. Es müsse das Ziel sein, dass die Zahl der Demonstranten mindestens vierstellig werde. Auch Schäfer geht davon aus, dass das Dattelner Kraftwerk immer mehr zum Symbol der Klimaschutz-Bewegung wird – Stichwort „der neue Hambacher Forst“.

Friedliche Atmosphäre am Dattelner Meiler

Die Atmosphäre am Freitag habe er als friedlich wahrgenommen, sagte Schäfer. Dass es vorher hieß, es könne möglicherweise zu Gewalt kommen, sieht Schäfer als „Stimmungsmache“, um mögliche Teilnehmer von der Demonstration abzuhalten. Auch Mitglieder der Waltroper Grünen seien Freitag dabei gewesen, erklärte Fraktionsvorsitzende Monya Buß. Endlich werde das Kraftwerk nicht mehr nur als Problem der lokalen Bevölkerung gesehen, sagte Monya Buß. 

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