Mehr als 190 Gänse der Familie Klöcker leben derzeit in Oberwiese.
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Wachsen seit April in Oberwiese auf: die Gänse der Familie Klöcker.

Sorge wegen der Geflügelpest

Daheim wird weiter gut gegessen - Der Weihnachtsbraten wächst in Oberwiese

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Corona dämpft kaum die Nachfrage nach Martinsgänsen, angesichts der Einschränkungen sind aber schlankere Vögel gefragt. Wenn wegen der Geflügelpest noch die Stallpflicht hinzukommt, verlieren die Tiere ohnehin Gewicht.

Aus den Küken werden stattliche Fleischlieferanten

200 Küken hat Markus Klöcker auch in diesem Frühling auf die große Wiese an der Franzstraße/Ecke Recklinghäuser Straße gesetzt. Aus den sechs Wochen alten Kindern sind seit April stattliche Fleischlieferanten geworden. St. Martin startet bei Klöckers die Saison, und die Nachfrage sei durchaus gut. „Wir verkaufen nur an Privatleute“, berichtet Rita Klöcker. Während in der Gastronomie die traditionellen Gänseessen in diesem Jahr dem Lockdown zum Opfer fallen, werde daheim weiterhin gut gegessen.

Die Familien sind vorsichtiger

„Aber die Familien, die sich sonst vielleicht zu einem großen Gänseessen getroffen haben, sind jetzt auch vorsichtiger“, hat Rita Klöcker registriert. Deshalb bestellen die Kunden aktuell eher kleinere Gänse, da halt weniger Esser an der Tafel sitzen. Gespannt sind die Eheleute darauf, welche Corona-Auflagen es zu Weihnachten gibt. Denn die meisten ihrer Gänse landen traditionell zum Fest der Feste in der Röhre.

Warnung vor der Geflügelpest

Es kann aber auch sein, dass die Gänse bis zum Fest noch unfreiwillig abspecken. Der Kreis Recklinghausen warnt ausdrücklich vor der Geflügelpest. Die von Wildvögeln übertragene Viruserkrankung ist bereits an Nord- und Ostsee und in den Niederlanden aufgetreten. Wenn die Gefahr steigt, gilt für sämtliches freilaufendes Geflügel die Stallpflicht. Und obwohl die Tiere sich dann deutlich weniger bewegen können, nehmen sie ab. „Für die Gänse ist das Stress“, weiß Markus Klöcker. Und der verdirbt den Vögeln schlichtweg den Appetit.

Das Kilo für 14,90 Euro

Die Qualität des Fleisches – das Kilo kostet 14,90 Euro, vermindert sich davon übrigens nicht mehr. Die langsame Aufzucht über das ganze Jahr ist dem Oberwieser Festtagsvogel eben anzuschmecken.

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