Straße in Höhe des Dicken Dören
+
Wie kommt man sicher zum „Dicken Dören“ und wieder weg?

Künftige „Dören“-Zufahrt

Gutachter erklärt: Darum muss eine neue Ampel gebaut werden

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
    schließen

Die Umsiedlung des Fahrzeugbauers Langendorf zum „Dicken Dören“ wird in Waltrop allgemein befürwortet. Doch was bedeutet das für die Verkehrsbelastung?

Den Verkehr, den der Waltroper Fahrzeugbauer Langendorf auslöst, gibt es großteils bereits heute schon. Nur fahren Autos und Lkw heute von der Autobahn die Leveringhäuser Straße hinauf bis zur Bahnhofstraße (und wieder zurück), während sie nach dem Willen der Stadt künftig kurz nach dem Abfahren von der Autobahn schon wieder in den „Dicken Dören“ abbiegen.

Schon wegen der Verkehrssicherheit erforderlich

Aber wie bindet man den „Dicken Dören“ an die Mengeder-/Leveringhäuser Straße an? Dazu gibt es ein Gutachten von Harald Blanke vom Gutachter-Büro Ambrosius Blanke aus Bochum.
Fest steht für den Gutachter, dass schon aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Ampel her muss. Doch denkbar ist eine sogenannte Dunkelschaltung. Das würde bedeuten, dass die Ampel normalerweise weder Rot noch Grün, sondern gar nichts anzeigt, der Verkehr in Geradeaus-Richtung also ungehindert fließen kann – es sei denn, jemand möchte aus dem Gewerbegebiet ausfahren. Dann würde per Anforderungskontakt in der Fahrbahn oder per Kamera die Ampel aktiviert. Wer aus Richtung Autobahn kommt und ins Gewerbegebiet abbiegen will, für den könnte es einen eigenen Linksabbieger-Aufstellstreifen geben. Wer hier abbiegen will, muss sich eine Lücke im Gegenverkehr suchen, doch das Ausfahren aus dem Gewerbegebiet wäre ohne Ampel zu gefährlich.

Wenig Hoffnung auf Kreisverkehr

Wenig Hoffnung macht Gutachter Blank Anwohnern, die die Option eines Kreisverkehrs ins Spiel brachten. Er sagte zwar zu, auch dies zu prüfen, doch nach seiner Einschätzung würde der Landesbetrieb Straßen.NRW da sein Veto einlegen. „Mit einer Ampel kann man den Verkehr wesentlich besser steuern“, sagt auch der Waltroper Stadtplaner Andreas Scheiba. Ein Kreisverkehr ergibt aus Sicht von Experten nur dann Sinn, wenn üblicherweise alle „Arme“ etwa gleich stark belastet sind. Das wäre aber hier nicht der Fall. Das Ergebnis wäre ein Rückstau bis zur Autobahn, den man mit einer flexibel steuerbaren Ampel besser vermeiden könnte.

Kein Ausschlusskriterium

Ob sich an der Einmündung zum „Dicken Dören“ tatsächlich eine Ampel mit „Dunkelschaltung“ umsetzen lässt oder doch ein stärkerer Eingriff nötig ist, müssen nun weitere Modell-Rechnungen zeigen, die der Gutachter in den nächsten Wochen vornehmen muss, bevor die Planungsunterlagen öffentlich ausgelegt werden. Eines ist jedenfalls aus seiner Sicht klar: Die Verkehrsbelastung ist kein Ausschlusskriterium für das Projekt.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Das Ordnungsamt schließt am Nachmittag die Woolworth-Filiale
Das Ordnungsamt schließt am Nachmittag die Woolworth-Filiale
Das Ordnungsamt schließt am Nachmittag die Woolworth-Filiale
Einen „Kuhdamm“ gibt es jetzt auch in Waltrop
Einen „Kuhdamm“ gibt es jetzt auch in Waltrop
Einen „Kuhdamm“ gibt es jetzt auch in Waltrop
Stadt ruft Bürger auf: Hundehaufen sammeln für den guten Zweck
Stadt ruft Bürger auf: Hundehaufen sammeln für den guten Zweck
Stadt ruft Bürger auf: Hundehaufen sammeln für den guten Zweck
Coronavirus in Waltrop: Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 88,7
Coronavirus in Waltrop: Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 88,7
Coronavirus in Waltrop: Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 88,7
Eiertausch und Notfütterung: Tierschützer wollen sich um die Waltroper Stadttauben kümmern
Eiertausch und Notfütterung: Tierschützer wollen sich um die Waltroper Stadttauben kümmern
Eiertausch und Notfütterung: Tierschützer wollen sich um die Waltroper Stadttauben kümmern

Kommentare