Nur noch klägliche Reste sind vom Schwimmbecken des einstigen Lutherbades in Waltrop übrig. 
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Nur noch klägliche Reste sind vom Schwimmbecken des einstigen Lutherbades in Waltrop übrig. 

Ein Ort voller Erinnerungen

Halb Waltrop lernte hier schwimmen - jetzt liegt das Gebäude in Trümmern

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Hier lernte halb Waltrop schwimmen, hier wurden Mutproben vollendet und Kämpfe ausgetragen - und sogar eine Narbe besteht bis heute. Ein Besuch in einer Ruine.

Der Abrissbagger ist schon mächtig vorangekommen. Splitterige Holzbalken, Glaswolle-Fetzen und kaputte Fliesen bilden große Haufen auf dem Gelände des ehemaligen Lutherbades, das auf dem Schulhof der heutigen Lindgren-Schule (einst Lutherschule) angesiedelt ist. Mit Wehmut blicken viele Waltroper darauf: Hier haben unzählige von ihnen schwimmen gelernt, ihr Seepferdchen und andere Abzeichen abgelegt, einen ersten mutigen Sprung vom Dreier unternommen, Wettkämpfe im Schwimmsport ausgetragen, wie sie auf der Facebook-Präsenz der Waltroper Zeitung berichten. Und sogar eine Narbe besteht bis heute: Sie habe sich einst den Fuß unter der Tür zwischen Dusche und Schwimmbad eingequetscht - noch heute sind die Spuren sichtbar, berichtet eine Ex-Lutherbad-Nutzerin.

Heiko und Conny Schöttler haben sich als Erinnerung Kleiderbügel aus dem ehemaligen Schwimmbad gesichert. 

In Waltrop ist das jetzt alles Geschichte

Jetzt ist all das Geschichte - das Lutherbad wird größtenteils abgerissen, und dort entstehen neue Schulgebäude. Aber die Waltroper konnten noch mal rein ins Bad und schauen, was sie gebrauchen konnten. Und davon machten sie regen Gebrauch: Die Spinde waren besonders begehrt, gleich mehrere Interessenten - darunter der Kanuclub oder zwei Privatpersonen, die daraus einen Werkzeugschrank machen wollen - ließen sich auf die Liste schreiben. Gefragt und direkt zur Mitnahme frei waren auch die alten Plastik-Kleiderbügel. Davon nahmen viele ein Exemplar als Souvenir mit. 

Ein alter Föhn, ein Spiegel, eine Umkleide gar? Waltroper Bürger können das Bad jetzt "entrümpeln". 

Die Haartrockner haben wohl nur noch Retro-Wert, aber den schätzen viele. Michael Reisch etwa trug sich für einen ein - vielmehr seine Frau, denn die sei Friseurin und könne das Gerät als Deko-Objekt gebrauchen.

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