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Im Hangel soll die Verkehrsregelung bleiben, wie sie ist.

Hochstraße, Mühlenstraße und Hangel

Gutachter hält Verkehrssituation für akzeptabel

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WALTROP - "Keine extreme Verkehrsbelastung im Hangel" - sagt das Verkehrsgutachten. "Doch extreme Verkehrsbelastung im Hangel!" - darauf pochen einige Anwohner. Im Verkehrsausschuss wurde jetzt das Gutachten zur Verkehrssituation an der Hoch- und Mühlenstraße und Im Hangel vorgestellt.

Philipp Ambrosius vom beauftragten Büro Ambrosius/Blanke für Verkehrs- und Infrastrukturplanung in Bochum erklärte noch einmal das Gutachten. Es erkennt keine extreme Verkehrsbelastung und sieht auch kaum Maßnahmen, die die Situation dort verbessern würden.

Mehr Nach- als Vorteile

Einbahnstraßen-Regelungen mit verschiedenen Varianten, Reduzierung der Straßenbreite, ein generelles Durchfahrverbot durch die Hochstraße – all das hat sein Büro geprüft und jeweils mehr Nach- als Vorteile gefunden. Und: Die Parkplätze seien zwar gut ausge-, aber nicht überlastet.

Uhrzeit der Zählung

Karl-Heinz Böhm (SPD) sagte, er wolle die Zahlen des Gutachters nicht anzweifeln, „aber die gefühlte Realität ist eine andere“. Ingrid Täger (Grüne) äußerte Zweifel, ob die Uhrzeit bei der Untersuchung der Verkehrsströme (7 bis 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr) richtig gewählt wurde. Schließlich sei schon vor 7 Uhr Berufsverkehr unterwegs. Das sei zwar richtig, sagte Ambrosius, aber aus vielen Untersuchungen wisse man, dass ab 7 Uhr die Spitze zu erwarten sei.

Landwirtschaftlicher Verkehr

Auf die Frage, ob denn der landwirtschaftliche Verkehr, über den sich Anwohner Im Hangel beklagen, Gegenstand der Untersuchung sei, sagte Ambrosius, das sei er zwar nicht explizit gewesen. Der landwirtschaftliche Verkehr sei hier aber wohl weder wesentlich stärker noch schwächer ausgeprägt als an vergleichbaren Orten an der Grenze zum ländlichen Raum. Landwirtschaftliche Fahrzeuge seien eben auch Verkehrsteilnehmer, und die Straße sei auch breit genug, um von ihnen genutzt zu werden.

Fragen der Interessengemeinschaft

Der umfassende Katalog an kritischen Fragen und Anmerkungen zu dem Gutachten, den die Interessengemeinschaft „Im Hangel“ kurz vor der Sitzung der Stadtverwaltung geschickt hatte, kam in der Sitzung nicht zur Sprache. Es würde der Sache nicht gerecht, wenn man ihn jetzt kurzfristig behandle, sagte Ausschussvorsitzender Peter Schulz (CDU). In der nächsten Sitzung ist er Thema.

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