Foto-Montage der Bürgermeister-Kandidaten Markus Porsch (li., parteilos) und Marcel Mittelbach (SPD)
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In der Talk-Runde von Waltroper Zeitung und dem Autohaus Winkelheide trafen sie bereits aufeinander: Markus Porsch (li., parteilos) und Marcel Mittelbach (SPD).

Facebook-Post

Wahlkampf aus der untersten Schublade - Bürgermeister-Kandidat vergreift sich im Ton

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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Der parteilose Bürgermeister-Kandidat Markus Porsch hat bei Facebook seinen Konkurrenten Marcel Mittelbach (30) als "warmen Bruder" bezeichnet. Es folgte ein beispielloser Shitstorm.

  • In einem Posting bei Facebook hat Bürgermeister-Kandidat Markus Porsch (parteilos) am Donnerstag mit einer homophoben Äußerung den Zorn und den Unmut vieler User auf sich gezogen.
  • Er stellte in dem mittlerweile gelöschten Beitrag die Frage, was "der warme Bruder Marcel" [Mittelbach] mit seinen Fotos mitteilen wolle.
  • FDP-Bürgermeister-Kandidat forderte Porsch auf, als Bürgermeister-Kandidat zurückzutreten.

Für einen Skandal im Waltroper Wahlkampf hat der unabhängige Bürgermeister-Kandidat Markus Porsch (27) gesorgt: In einem Post auf seiner Facebook-Seite hat er seinen Konkurrenten Marcel Mittelbach (30/SPD) als „warmen Bruder“ bezeichnet – also als homosexuell.

FDP-Mann spricht von „unsäglichem Post“

Vertreter verschiedener Parteien verurteilen Porschs Äußerungen, Bürgermeister-Kandidat Dr. Heinz Josef Mußhoff fordert ihn auf, sich „für seinen unsäglichen Post offiziell bei Marcel Mittelbach und den vielen anderen, die er mit seinen Worten beleidigt und vor den Kopf gestoßen hat“, entschuldigt. Der Liberale legt Porsch nahe, seine Kandidatur im Wettbewerb um das Bürgermeister-Amt in Waltrop zurückzuziehen. Mittelbach wirft Markus Porsch vor, er habe klare Grenzen überschritten, um für sich zu werben. Porsch sei jedwede Form des gegenseitigen Respekts abhanden gekommen. Sein Post verstoße gegen seine Vorstellungen, würdevoll miteinander umzugehen, auch im Kommunalwahlkampf.

Äußerung erst relativert, dann gelöscht

Offenbar wegen der massiven Kritik, die Porsch für seine homophobe Äußerung entgegengeschlagen ist, hat er seine Aussage erst relativiert – er habe es ja nicht böse gemeint -, dann die Formulierung „warmer Bruder“ herausgenommen; schließlich löschte er den gesamten Post. In einer weiteren Stellungnahme versichert er, er habe nichts gegen Homosexuelle, er besuche selbst Veranstaltungen, in denen für Toleranz geworben werde.  In der Talk-Runde von Waltroper Zeitung und dem Opel-Autohaus Winkelheide waren die beiden vor einigen Tagen aufeinander getroffen.

In der gedruckten Ausgabe der Waltroper Zeitung und im E-Paper von Samstag, 29. August, berichten wir ausführlich über die Angelegenheit - inklusive Kommentar.

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