Stau auf der Autobahn (Symbolbild).
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In Corona-Zeiten pendeln etwas weniger Menschen, aber sonst geht die Tendenz nach oben.

Neue Zahlen

Inzwischen pendeln mehr als 2500 Waltroper nach Dortmund

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Wenn nicht gerade Corona-Zeiten sind, kann „Acki“ Roß aus seiner Erfahrung bestätigen, dass immer mehr zur Arbeit gependelt wird.

Die Frühstücksstube von „Acki“ Roß und seiner Frau Petra an der Leveringhäuser Straße in Waltrop ist eine Art Seismograf dafür, wie heftig die Pendler-Bewegungen aus der Stadt in die Nachbarkommunen ausfallen. Jetzt, zu Corona-Zeiten, ist es eine Ausnahmesituation, aber sonst berichtet „Acki“ Roß von immer mehr Menschen, die sich morgens um halb fünf bei ihm Kaffee und Brötchen holen. Und dann zum Arbeitsort pendeln.

Mancher fährt täglich bis nach Köln

Dass die große Mehrzahl von ihnen nach Dortmund fährt, ist nichts Neues, aber für einige geht die Fahrt viel weiter – nach Köln, in die Niederlande. „Einer sagte neulich, er müsse an dem Tag nach Höxter. Das sei noch ein weißer Fleck auf seiner persönlichen Pendler-Landkarte.“ Dass wegen der Corona-Pandemie viele Menschen von daheim arbeiten, spürt auch „Acki“ Roß, aber längst nicht jeder hat eben die Wahl.

Wesentlich mehr Aus- als Einpendler

Waltrop ist Auspendler-Stadt, das ist bekannt. Auch für Oer-Erkenschwick gilt das. Ebenfalls für Datteln, wenn auch nicht im gleichen Maße. Das zeigen neue Zahlen des Statistikamtes IT.NRW. Jahr für Jahr weisen diese Daten ein deutliches Übergewicht bei den Auspendlern aus Waltrop im Vergleich zu den Einpendlern aus, und das war auch 2019 nicht anders. Zwar ist die Auspendlerquote, also der Anteil der Auspendler an den Erwerbstätigen am Wohnort, für Waltrop ganz leicht rückläufig (von 70,2 auf 70,0 Prozent), doch das liegt nur daran, dass die Gesamtzahl der Erwerbstätigen überproportional gestiegen ist. In absoluten Zahlen erreichen die Auspendler-Zahlen immer neue Höchstmarken: Allein nach Dortmund pendeln inzwischen täglich 2.542 Menschen zur Arbeit (2018: 2.438).

Waltrop stellt die meisten Einpendler nach Datteln

Ein Blick in die Nachbarschaft zeigt, dass sich auch dort die Waage zwischen Ein- und Auspendlern in Richtung der Letzteren neigt. Relativ wenig ausgeprägt ist das in Datteln. Dort stehen 8.191 Einpendler (Quote: 57,5 %) 11.520 Auspendlern (Quote: 65,5 %) gegenüber. Das ist etwa dieselbe Verteilung wie 2018. An der Spitze der Städte, in die Dattelner pendeln, steht weiter Recklinghausen, bei den Einpendlern nach Datteln ist Waltrop vorne.
In Oer-Erkenschwick ist der Unterschied deutlicher und sogar noch größer als in Waltrop: 3914 Einpendlern (Quote: 53,0 %) stehen 11.716 Auspendler (Quote: 77,2 %) gegenüber.

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