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Im Anzug auf dem Fahrrad zu sitzen, findet Frank Schwabe eher unpraktisch.

So reist der Bundestagsabgeordnete

Im Anzug auf dem Fahrrad? Dieses ungewöhnliche Alternative wählt Frank Schwabe

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Die Bundestagsabgeordneten sammelten im vergangenen Jahr mehr Flugmeilen als im Jahr davor. Gilt das auch für den für Waltrop zuständigen Abgeordneten Frank Schwabe?

Immer wieder wird über eine CO2-Steuer für Inlandsflüge diskutiert. Dabei geraten die Bundestagsabgeordneten immer weiter in den Blick, denn die legten im vergangenen Jahr größere Strecken zurück, als im Jahr zuvor. Grund genug, nachzufragen, wie es der für Waltrop zuständige Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD) handhabt. 

Unterwegs mit der Bahn

Wenn er in seinen Wahlkreis kommt, fliegt Frank Schwabe nicht etwa nach Dortmund oder Düsseldorf. "Ich fahre mit der Bahn. Das ist klimaschonend, aber auch sehr bequem. Es gibt Zeit zu lesen und auch manchmal was zu essen. Und die Verbindungen nach Berlin klappen auch relativ gut", sagt der Bundestagsabgeordnete. 

Mit der Fahrradrikscha durch Berlin

Und wenn er in Berlin ist? "Ich bin nicht so der Fahrradfahrer. Leider", sagt er. Aber Berlin sei natürlich verkehrstechnisch eine "ganz schöne Herausforderung" zudem sei es "doch sehr wetterabhängig". Dafür hat er eine andere Alternative gefunden: "Wenn die Zeit es zulässt, nehme ich gern ab und zu eine der zahlreichen Fahrradrikschas in Berlin. Bei schönem Wetter ist das super. Und es entschleunigt", erklärt er. 

CO2-Ausstoß vom Fliegen kompensieren

"Wenn ich fliegen muss, kompensiere ich den CO2-Ausstoß über ein Programm wie „Atmosfair“", erklärt Schwabe. "Das ist durchaus finanziell überschaubar und kostet bei einem Flug von Düsseldorf nach Lissabon hin und zurück 25 Euro. Damit werden dann z.B. Waldschutzprojekte unterstützt", erklärt er weiter. „Atmosfair“ ist eine Klimaschutzorganisation mit dem Schwerpunkt Reise. Flugpassagiere zahlen freiwillig einen Klimaschutzbeitrag, den „Atmosfair“ dazu verwendet, erneuerbare Energien in Ländern auszubauen, wo es diese noch kaum gibt. Damit wird CO2 eingespart, das sonst in diesen Ländern durch fossile Energien entstanden wäre.

Manches lässt sich vor Ort viel besser verstehen

Als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats und als Sprecher der SPD-Fraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe ist Frank Schwabe viel unterwegs. Da lässt sich auch das Fliegen nicht vermeiden. "Manches muss man direkt gesehen haben, um es zu verstehen. Das fängt bei Entfernungen und Größen an. Wie leben Menschen in den größten Flüchtlingslagern der Welt? Wie sieht es aus, wenn Menschen wegen des Klimawandels ihre angestammte Heimat verlassen müssen? Warum sterben Menschen im Kriegsgebiet in der Ostukraine? Alles das lässt sich vor Ort viel besser verstehen."

Frank Schwabe setzt sich auch in Waltrop ein. Er hat sich zuletzt für einen Verbleib des Fahrzeugbauers Langendorf in der Stadt stark gemacht.

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