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Das Interesse war dabei groß bei der Info-Veranstaltung von Detlev Dick (SPD). Über 40 Anwohner kamen, um über das Neubaugebiet und die Folger für sie zu diskutieren

Ärger ums Neubaugebiet

Klöcknersiedler fühlen sich nicht ernst genommen

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Waltrop - Rund ums Neubaugebiet Großer Kamp kündigt sich Ärger an – und zwar aus der Klöcknersiedlung. Es geht um die geplante Verkehrsführung und um die Standorte der neuen Mehrfamilienhäuser. „Wir fühlen uns nicht ernst genommen von der Stadt“, sagen die Anwohner der angrenzenden Straßen. Ändere sich das nicht, werde man auch über rechtliche Schritte nachdenken.

Am Donnerstagabend hatte SPD-Ratsherr Detlev Dick im Herzen der Klöcknersiedlung, bei Benthaus-Büchner, über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Neubaugebiet informiert. Was dabei für Unmut bei den Anwohnern sorgte:

Haupterschließungsstraße soll Spielstraße werden

Die Haupterschließungsstraße durch den Großen Kamp soll eine Spielstraße werden, mit Anbindung an die Goethestraße. Und genau da liegt nach Ansicht der Nachbarn rund um Schillerstraße und Co. das Problem. Die Goethestraße sei nicht in der Lage, mit dem gesamten Verkehr fertig zu werden. Schon jetzt warte man zu Stoßzeiten enorm lange an der Ampel, die auf die Leveringhäuser Straße führt, sagen die Anwohner. Eine zweite Ausfahrt über den Herdicksbach sei hier die bessere Lösung.

Mehrfamilienhäuser entlang des Herdicksbachs

Stichwort Herdicksbach: Entlang seiner Linie wünschten sich die Klöcknersiedler die neuen Mehrfamilienhäuser. Zum einen, weil bei der jetzt geplanten Lage ein paar wenige Eigentümer zu bestimmten Zeiten mit einer Verschattung ihres Grundstückes rechnen müssten. Zum anderen, weil so deutlich weniger Verkehr durch die Straßen, insbesondere durch die jetzige Klöcknersiedlung, fahren würde. Denn auf Höhe der hinteren Mehrfamilienhäuser am Zipfel zur Hafenstraße kurz vor dem Kanal soll eine Zufahrt auf die Schillerstraße/Ecke Wilhelm-Busch-Weg entstehen. Damit sind die Anwohner so gar nicht einverstanden. Sie befürchten, dass dann viel zu viele „Neubürger“ über die Schillerstraße in Richtung Innenstadt fahren würden. Mit der aktuellen Straßen-Situation, unter anderem verhindern Baumscheiben eine freie Fahrt, sei das nicht möglich.

Weg zur Hafenstraße scheint machbar

Die Anwohner schlagen stattdessen eine neue Ausfahrt auf die Hafenstraße vor. Das werde gerade auch erneut geprüft, teilt Detlev Dick mit. Bisher hatte es bei der Stadt geheißen, das sei nicht möglich, weil der Grünstreifen zwischen Großer Kamp und Hafenstraße Landschaftsschutzgebiet sei. Zumindest hier scheint sich die Verwaltung inzwischen ernste Gedanken zu machen. In einem neuen Entwurf ist diese Straße bereits eingezeichnet.

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