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So sahen die Automaten auf dem Markt Anfang 2019 aus.

Knöllchen

Tausende Falschparker in Waltrop - darum wurden im Jahr 2019 mehr erwischt

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Obwohl die Kräfte vom Ordnungsamt in diesem Jahr mehr Falschparker erwischt haben, sind die Einnahmen der Stadt gesunken. Schuld ist der umstrittene Marktplatz.

Manche unterstellen den Politessen, nur hinter dem Busch zu warten, dass sie ihre Parkzeit überziehen. Fakt ist: Im Jahr 2019 haben die eifrigen Mitarbeiter des Ordnungsamtes mehr Waltroper wegen Falschparkens erwischt. Im gleichen Zug fehlen der Stadtverwaltung im Vergleich zum Vorjahr Einnahmen für Park-Gebühren. 

Monatelang kostenlos parken auf dem Marktplatz

Schuld daran sind die Umbauarbeiten auf dem Waltroper Marktplatz (Raiffeisenplatz). Während des Umbaus im vergangenen Jahr konnten die Autofahrer ihnmonatelang kostenlos zum Parken nutzen. Es war nur eine Parkscheibe erforderlich.

Die Stadtverwaltung meldet auf Anfrage genau 170.982,45 Euro, die die Bürger zwischen dem 1. Januar und dem 28. November 2019 insgesamt in die Park-Automaten warfen. 2018 waren es in fast dem gleichen Zeitraum (bis 30. November) noch 251.773,52 Euro. 

Diskussion um Kosten für Parken auf dem Marktplatz

Die CDU schlug derweil vor, dass der Markt in die Innenstadt ziehen soll und der Marktplatz die ganze Woche zum Parken zur Verfügung stünde. Die Verlegung des Marktes solle auch eine Belebung der Innenstadt mit sich bringen.

Politessen erwischen mehr Falschparker

Im Jahr 2018 waren – unter anderem wegen krankheitsbedingter Ausfälle bei den Politessen – vergleichsweise wenig „Knöllchen“ geschrieben worden, diesmal waren sie dafür umso aktiver: Am häufigsten „Knöllchen“ geschrieben wurden auf der Isbruchstraße (1210) und auf der Veiinghofstraße (1125), also am Krankenhaus. Dass die Zahl der Knöllchen und im Ergebnis auch die Einnahmen fürs Stadtsäckel aus diesem Bereich rückläufig waren, hatte sie Stadt unter anderem mit dem hohen Krankenstand bei den Politessen im Laufe des Jahres 2018 erklärt. Jetzt steigen diese Einnahmen also wieder.

Am meisten geahndete Fälle: Bis 30 Minuten Parken ohne Parkscheibe

Die „TOP 3“ bei den Gründen für eine Verwarnung, sprich ein „Knöllchen“: Den Spitzenplatz hat das „Parken ohne Parkscheibe bis 30 Minuten“ (1962), Zweiter ist das „Parken ohne gültigen Parkschein bis 30 Minuten (1520), der „Bronze-Platz“ geht mit einigem Abstand an das „Parken auf dem Gehweg“ (625). 101 Fälle von „Parken auf einem Sonderparkplatz für Schwerbehinderte“ wurden geahndet. Nicht von der Stadt, sondern einem privaten Dienst wird auf dem Woolworth-Parkplatz kontrolliert - dort kostet ein Knöllchen direkt 30 Euro.

Mehr Verwarnungen

 Insgesamt sind sowohl die Zahl der Verwarnungen als auch die Einnahmen, die die Stadt damit erzielt hat, gestiegen: 131.932,55 Euro Einnahmen aus Verwarngeldern meldet die Stadt für 2019 – eine Summe, der 8596 Verwarnungen zugrunde liegen. Im Jahr 2018 hatten die städtischen Politessen 7733 Verwarn-Zettel auf Waltroper Stadtgebiet hinter Scheibenwischer geklemmt, die Gesamt-Einnahmen durch Verwarn- und Bußgelder lagen bei 112.715 Euro. Positiv ist derweil: In der Silvesternacht 2019/20 wurden diesmal keine Automaten beschädigt. In den vergangenen Jahren waren Vandalismus-Schäden immer wieder ein Thema.

Tausende Falschparker

Knöllchen-Schreiben in der Corona-Krise

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