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Das „Sammel-Hinweisschild“ an der Leveringhäuser Straße nehmen täglich tausende Autofahrer wahr.

Leveringhäuser Feld

Für die Werbung gelten klare Regeln

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Waltrop - Die Firmen, die sich im Gewerbegebiet Leveringhäuser Feld niedergelassen haben, wollen für sich werben. Ein Hingucker ist das Sammel-Hinweisschild an einer Hausfassade an der Einmündung Leveringhäuser Straße/Viktorstraße. Doch für Werbeschilder, Fahnen und andere Werbeanlagen gibt es klare Regeln, was Größe, Abstand und Beleuchtung angeht.

Ein Teil der Änderungen des Bebauungsplans für den Gewerbepark, so empfahl der zuständige Fachausschuss jetzt einmütig, wird neu öffentlich ausgelegt. Darin geht es unter anderem um die Werbe-Hinweise der Unternehmen. Die sind laut B-Plan „nur an der Stätte der Leistung“ zulässig – sprich: nur dort, wo das Unternehmen auch produziert oder seine Dienstleistung anbietet.

Fürs Sammelschild gelten Ausnahmen

Einzige Ausnahme: das besagte Sammel-Hinweisschild, das baurechtlich in einem Mischgebiet steht. Aber auch dort können Unternehmen nicht werben, wie sie wollen. Jede einzelne Werbeanlage darf nicht größer sein als 16 Quadratmeter. Der Abstand des Hauses, an dem die Werbung angebracht ist, zur Kreuzung ist auch genau angegeben: 40 Meter. Und natürlich dürfen hier nur Unternehmen werben, die auch im Gewerbegebiet ihren Sitz haben – anders als auf der anderen Straßenseite, wo Immobilienmaklerin Silke Duis auf ihr Unternehmen aufmerksam macht.

Nicht höher als die Gebäude-Kante

Wer direkt an seinem Gebäude im Gewerbepark werben will, muss Folgendes beachten: Werbeanlagen dürfen nicht höher sein als die Gebäude-Oberkante, sie dürfen maximal zehn Prozent der gesamten Gebäudefassade bedecken und je Fassadenseite maximal 23 Prozent der Fläche. Jede einzelne Werbeanlage darf eine maximale Größe von 16 Quadratmetern nicht überschreiten. Für freistehende Werbeanlagen gibt es Auflagen bezüglich des Abstands zu Verkehrs- und Grünflächen. Fahnenmasten dürfen pro Unternehmen die Anzahl von vier nicht überschreiten und nicht höher als acht Meter sein.

Autofahrer nicht ablenken

Beleuchten darf man die Werbung „in Einzelfällen“, wie es in dem Text heißt. Das gilt für die Werbung im Gewerbepark ebenso wie für das Sammel-Hinweisschild. Verkehrsteilnehmer und Anwohner dürfen aber nicht davon abgelenkt, geblendet oder gestört werden. So genannte Skybeamer und andere Anlagen mit bewegtem, laufendem oder blendendem Licht sind genau aus diesem Grund verboten. Stadtplaner Andreas Scheiba sagte im Ausschuss, der Landesbetrieb Straßen.NRW habe darauf hingewiesen, dass direkt an der Viktorstraße keine Werbung zulässig sei.

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