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Willkommen in Waltrop – Bürgermeisterin Nicole Moenikes begrüßt Gregor Gysi vor dem Rathaus.

Linken-Politiker beim Freitagsforum

Dr. Gregor Gysi zu Gast in Waltrop

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Waltrop - Der wohl bekannteste Kopf der Linken in Deutschland, Dr. Gregor Gysi, ist am Freitagabend zu Gast in Waltrop gewesen. Erst eröffnete er eine Ausstellung im Rathaus, später war er Referent des Freitagsforums im Haus der Begegnung, wo ein ausverkaufter Saal auf ihn wartete.

Gregor Gysi ist konfessionslos, sagt von sich, er sei nicht gläubig. Ob er sich dann im Christlichen Freitagsforum gut aufgehoben fühlt? Ja, sagt Gysi, ohne lange nachzudenken, er spreche gerne im kirchlichen Raum. Dort seien die Menschen oft besonders gute Zuhörer. Und überhaupt: Die Kirchen, die katholische wie die evangelische, seien wichtige moralische Instanzen. Es sei richtig, dass er sich nicht als gläubig bezeichne, dennoch wolle er nicht in einer „gottlosen Gesellschaft“ leben. Dass er die Rolle der Kirche als so wichtig ansehe, bedeute nicht, dass man die Kirche nicht kritisieren dürfe, sagt Gysi. Zum Beispiel müsse der Missbrauchsskandal viel entschlossener aufgeklärt werden.

Ein Kind Berlins

Gysi ist ein Kind Berlins, geboren und aufgewachsen im Osten der Stadt, eng mit der DDR- und der Wendegeschichte verbunden. Wie ist es für ihn, im tiefen Westen zu sprechen? Gibt es Unterschiede zwischen Ost- und West-Publikum? Bereitet er sich anders vor? Ja, die Menschen im Osten fragten noch mehr nach der Stellung der Ostdeutschen in der Gesellschaft und thematisierten die DDR-Geschichte, die hier weniger interessiere. Zu Mentalitätsunterschieden könne er überhaupt viel erzählen, nachdem er die ganze Republik gründlich bereist habe. Jüngst war er beim Oktoberfest. „Da schunkelten die Leute schon beim ersten Bier – dafür bräuchte es in Berlin zwei Stunden.“

Post an den Papst - was Gregor Gysi seiner Heiligkeit auf dem Weg nach Oer-Erkenschwick schreibt.

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