Bürgermeisterin Nicole Moenikes (M.) mit den beiden neuen "Bürgern des Jahres", Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker.
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Bürgermeisterin Nicole Moenikes (M.) mit den beiden neuen "Bürgern des Jahres", Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker.

Maria Gaida-Greger und Heiner Fehlker

Bürger des Jahres feierlich geehrt

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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WALTROP - „Gemeinsam sind wir stark“ – dieser Gedanke zog sich durch die Laudatio von Pastoralreferentin Hedwig Leser bei ihrer Laudatio für Heiner Fehlker und Maria Gaida-Greger. Die beiden wurden am Freitagabend im Ratssaal als Bürger des Jahres ausgezeichnet.

Maria Gaida-Greger – der Name ist untrennbar mit der Flüchtlingshilfe verbunden. Was nicht jeder weiß: Die Wurzeln dieser Arbeit finden sich ausgerechnet im Sozialkaufhaus „Laden“, dessen Gesicht wiederum Heiner Fehlker ist. Denn Maria Gaida-Greger gehörte auch zum „Laden“-Team und wurde dort angesprochen, ob sie nicht auch Sprachkurse für Flüchtlinge geben könne. Sie konnte. Heute ist „Frau Maria“, wie viele Flüchtlinge sie nennen, neben vielem anderen erste Ansprechpartnerin der Geflüchteten, wenn es darum geht, die deutsche Sprache zu lernen. Sie dankte besonders dem ehemaligen Pfarrer von St. Marien, Franz-Josef Durkowiak, der ohne Bedenken die Räumlichkeiten der Gemeinde dafür zur Verfügung gestellt hatte.

"Umdenken in Rat und Verwaltung"

Gaida-Greger nutzte ihre Dankesrede auch, um zu erwähnen, in Rat und Verwaltung habe glücklicherweise ein „Umdenken“ stattgefunden. Anfangs habe sie zu hören bekommen, sie solle doch die städtischen Organe „in Ruhe ihre Arbeit machen lassen“, die Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe seien als „Gutmenschen“ tituliert worden. Davon ist keine Rede mehr: Die Bürgermeisterin, die eingangs die Arbeit beider Geehrten ausführlich gewürdigt hatte, sagte noch kürzlich, wenn es die ehrenamtlichen Helfer nicht gäbe, „müsste die Stadt drei Sozialarbeiter einstellen“. Solche Sätze und die Auszeichnung sind für Maria Gaida-Greger Signale, dass die Stadt die Zusammenarbeit mit der Flüchtlingshilfe würdigt und weiter ausbauen will.

Beginn mit den Hartz-IV-Beschlüssen

Hedwig Leser hatte im Zusammenhang mit der Ehrung für Heiner Fehlker daran erinnert, dass seine Arbeit 2005 mit den Hartz IV-Beschlüssen ihren Anfang nahm. Leser machte deutlich, wie schwer eine Teilhabe am Leben mit Hartz IV möglich ist. Materielle, aber auch emotionale Unterstützung zu bieten, das hat sich der „Laden“ zur Aufgabe gemacht. Fehlker sagte, sein Traum sei, dass der „Laden“ in zehn Jahren nicht mehr benötigt“ werde. Er berichtete eindrucksvoll von der Arbeit für das Sozialkaufhaus und sagte: „Ich habe mir die Aufgabe nicht ausgesucht. Sie hat mich gefunden.“

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