Bürgermeisterin Nicole Moenikes und Stadtplaner Andreas Scheiba stehen vor einem Info-Schild im „Dicken Dören“.
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Nicole Moenikes und Andreas Scheiba im „Dicken Dören“.

Langendorf-Ansiedlung

„Dicker Dören“: Wie die Bürgermeisterin die Dortmunder Anwohner überzeugen will

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Mit einem Gerüst soll jetzt veranschaulicht werden, wie hoch das Gebäude von Langendorf im „Dicken Dören“ werden soll. Damit will die Waltroper Stadtspitze Kritikern Wind aus den Segeln nehmen.

  • Bürgermeisterin und Stadtplaner wollen Anwohnern vom „Dicker Dören“-Projekt überzeugen
  • Ein Gerüst soll die Bauhöhe des Langendorf-Gebäudes darstellen
  • Auch die Dortmunder OB-Wahl ist für das Gewerbe-Areal von Bedeutung.

Bürgermeisterin Nicole Moenikes (CDU) und Stadtplaner Andreas Scheiba hatten diese Überzeugungs-Offensive angekündigt. Sie wissen natürlich, dass die Bürger, die Bedenken gegen die Langendorf-Ansiedlung haben, nicht diesseits der Stadtgrenzen, sondern jenseits auf Dortmunder Grund leben. Bei einer Informationsveranstaltung in der Feuerwehrwache Groppenbruch waren sie mit viel Kritik konfrontiert worden. „Wir sehen das hier als Auftakt der Bürgerbeteiligung“, sagt Scheiba nun.

Amphibien sollen geschützt werden

Er und die Waltroper Bürgermeisterin verdeutlichen: Von den 15 Hektar Fläche geht es nur um die Bebauung von zehn, „der Rest wird im Vergleich zum bisher hier vorhandenen Mais-Acker ökologisch erheblich aufgewertet.“ Amphibien, die man am Groppenbach findet, sollen zudem geschützt werden, daher habe man die Straße dorthin gesperrt.

Weitere Ansiedlung nur für Betrieb aus derselben Branche

Und die für die Bebauung vorgesehene Fläche ist nicht nur für Langendorf gedacht. Der Fahrzeugbau-Betrieb benötigt sechs Hektar, vier sind dann noch frei. Aber es gibt eine klare Vorgabe, wer sich dort ansiedeln darf – ausschließlich weitere Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugbau. Es gehe also ausdrücklich nicht um einen Logistik-Standort, der viel zusätzlichen Verkehr bringen würde, sagen Scheiba und Moenikes. Und auch der Anliefer-Verkehr für Langendorf fahre heute schon im Mengede von der Autobahn ab – es gebe also auch insofern keine zusätzliche Verkehrsbelastung. Nicht zuletzt, so betonen Moenikes und Scheiba, sei Langendorf auch ein wichtiger Arbeitgeber, übrigens auch für Dortmunder.

Lärmbelastung sinkt sogar

Und der Lärm sei hier sogar geringer als beim bisherigen Standort an der Bahnhofstraße, denn die gesamte Produktion läuft in einer Halle. Langendorf-Geschäftsführer Klaus-P. Strautmann hatte stets Verständnis für die Lärm-Beschwerden der Anwohner am alten Standort gezeigt und betont, eigentlich sei das Areal aus heutiger Sicht für einen Fahrzeugbau-Betrieb schlicht ungeeignet.
In Waltrop blickt man derweil auch gespannt auf die Oberbürgermeisterwahl in Dortmund.

Mit Hollstein wäre es wohl einfacher

Der dortige SPD-OB-Kandidat Thomas Westphal hatte gegen die Langendorf-Pläne gewettert, dem Vernehmen nach geht man im Waltroper Rathaus davon aus, dass es mit einem Oberbürgermeister Andreas Hollstein – er kandidiert in Dortmund für die CDU – einfacher wäre.

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