Nach dem Jobforum

Kritik an der Rolle der Bundeswehr

WALTROP - Viele Fragen hat die Partei Die Linke zur Teilnahme der Bundeswehr am Waltroper Jobforum am vergangenen Freitag in der Gesamtschule. Die Bundeswehr habe mit ihren Kampagnen „für die Rekrutierung neuer Soldaten offenbar jetzt allgemeinbildende Schulen im Visier“, schreibt Linke-Ratsherr Fritz P. Dee

Kritisch zur Präsenz der Bundeswehr beim Jobforum hatte sich bereits unser Leser Ernst Belter in einem Brief an die Redaktion geäußert. Der ehemalige Gesamtschullehrer sieht nach der Umwandlung der Bundeswehr von einer Wehrpflicht- zu einer Berufsarmee mit neuen Aufgaben sogar das NRW-Schulgesetz verletzt, das die Schulen verpflichte, zur Völkergemeinschaft und zur Friedensgesinnung zu erziehen. Zudem verbiete die UN-Kinderrechtskonvention Militärwerbung bei Minderjährigen. Die Linke will nun in der nächsten Ratssitzung Klarheit darüber haben, welche konkreten Kontakte die Bundeswehr zu Waltroper Schulen habe und ob bei Entscheidungen zu Kooperationen Schulleitungen, Elternvertretungen oder Schülervertretungen beteiligt waren. Die Linke erwartet darüber hinaus Aussagen dazu, in welcher Form „das Thema Bundeswehr, Kriegseinsätze und ZMZ (zivil-militärische Zusammenarbeit) im Unterricht an den Schulen in Waltrop behandelt“ wird. Dee fragt weiterhin nach, ob auch Konzepte internationaler Friedenspolitik in gleicher Gewichtung dargestellt und auch Referenten aus der Friedensbewegung oder ähnlicher Organisationen in den Unterricht eingebunden werden.

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