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Daumen rauf für die Absetzpunkte: Sebastian Cichowski mit Sohn Manuel (re.) und Andrea Ernesti mit Sohn Josh (li.)

Nach langer Diskussion

Daumen rauf: Elternhaltestellen kommen

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WALTROP - Lange wurde diskutiert, nun schafft die Stadtverwaltung Fakten: In den nächsten Wochen werden zwölf Absetzpunkte eingerichtet, um dem gefährlichen Verkehrs-Chaos vor den Grundschulen Herr zu werden.

Bürgermeisterin Nicole Moenikes hatte sich eingesetzt, genau so wie die Schulleitungen und viele Eltern und Kinder selbst: Es geht um die sogenannten Elterntaxis; um diejenigen Mamas und Papas, die ihre Kinder bis zur Schulhof-Kante kutschieren. Bloß keinen Meter laufen ist die Devise. Damit ist nun Schluss. Anfang Mai, kündigte Bürgermeisterin Moenikes nun gegenüber dem Stadtrat an, werde es einen gemeinsamen Aktionstag geben, in dessen Rahmen die Elternhaltestellen für alle drei Grundschulen eingeführt werden. Es gehe darum, den Schulweg sicherer zu machen, betonte Moenikes noch einmal. „Die Verkehrssituation ist mehr als dramatisch – und das seit Jahren.“

Die letzten Meter werden gelaufen

Vom morgendlichen Verkehrs-Chaos weiß derweil auch Andrea Ernesti zu berichten. „Anfangs habe ich mir das Schauspiel ja noch angeguckt“, erzählte sie. Das macht die Grundschul-Mama aber schon lange nicht mehr. Ihren Sohn Josh (6) bringt sie zwar mit dem Auto in Schulnähe, aber nicht weiter. „Die letzten Meter läuft er oder fährt mit dem Roller.“ Und würde Familie Ernesti nicht weit ab vom Schuss in den Rieselfeldern wohnen, Josh würde wohl auch grundsätzlich ohne „Taxi Mama“ zur Schule kommen. So wie Kumpel Manuel. Der Sechsjährige fährt „vom ersten Tag an mit dem Roller oder Fahrrad zur Schule“, versichert Papa Sebastian Cichowski. Josh und Manuel gehen damit mit gutem Beispiel voran, genau so wie ihre Eltern. Doch die Realität sieht überwiegend anders aus.

Halteverbote vor den Schulen

Nun wird es vor allen drei Grundschulen absolute Halteverbote geben. Im Zweifelsfall heißt das: „Elterntaxifahrer“, die trotzdem bis zur Schule vorfahren, bekommen ein Knöllchen. Dass das natürlich nicht das Ziel sei, betont Stadt-Sprecherin Patricia Neuhaus. „Das ist ein Gemeinschaftsprojekt mit allen Schulen und Eltern. Es wäre wünschenswert, wenn die Eltern mit der Stadt zusammenarbeiten.“ Die Haltestellen werden mit Schildern, die der ADAC sponsert, und etwas Farbe gekennzeichnet. Die Stadt investiert für kleinere bauliche Zusatzmaßnahmen noch einmal rund 1000 Euro. Unter anderem wird an der Hafenstraße ein neuer Zebrastreifen auf die Straße aufgebracht. Der Nelkenweg wird zur sogenannten unechten Einbahnstraße.

Wo genau die Absetzpunkte sind, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der WZ und im E-Paper.

ZumSchutz der Schüler kontrollierte das Ordnungsamt der Stadt Oer-Erkenschwick jetzt Falschparker vor Grundschulen.

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