Die Straße „Im Knäppen“ in Waltrop. Auf dem Boden sind die Markierungen zu sehen, die nach dem Tod eines E-Bike-Fahrers von der Polizei auf die Fahrbahn aufgetragen wurde
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Dies ist die Unfallstelle, an der ein Radfahrer in Waltrop ums Leben kam. Im Hintergrund sind die Leitpfosten zu sehen, die auf dem Randstreifen aufgestellt wurden.

Im Knäppen

Nach tragischem Fahrradunfall: Gutachten wird erst in einigen Wochen erwartet

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
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Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der Straße „Im Knäppen“ am Dienstag (23.2.), bei dem ein 79-jähriger E-Bike-Fahrer aus Waltrop ums Leben kam, laufen die Ermittlungen die Polizei.

Einfach ist es nicht, den Hergang des tödlichen Unfalls auf der Straße „Im Knäppen“ zu klären: „Das Problem ist“, sagt Polizei-Pressesprecherin Annette Achenbach, „dass es keine Zeugen für den Unfall gibt.“ Nach bisherigen Erkenntnissen waren ein 32-jähriger Autofahrer aus Lünen und der Senior in derselben Fahrtrichtung unterwegs, als es zu der Kollision beider Fahrzeuge kam. Der 79-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Daher würden jetzt aufwendige Maßnahmen ergriffen, heißt es von der Polizei. Zunächst werde das Obduktionsergebnis abgewartet, ehe dieses – mit den Erkenntnissen der Ermittlungsgruppe Verkehr der Polizei – an einen Sachverständigen weitergeleitet wird. Dieser wird ein Gutachten erstellen. Es werde mehrere Wochen dauern, ehe dieses vorliege, so die Behördensprecherin.

Viele Fahrradfahrer meiden diese Stelle

Die Begebenheiten für Fahrradfahrer sind an dieser Stelle umstritten. So gibt es viele Radler, die diese Stelle meiden. Denn: Neben der Fahrbahn gibt es einen asphaltierten Randstreifen, ehe ein Grünstreifen beginnt. Auf diesem Randstreifen aber sind die Leitpfosten aufgestellt. Fahrradfahrer können hier im Zick-Zack fahren, ganz auf der Straße oder auf dem Stück zwischen den Pfosten und dem Grünstreifen. Aber schon mit Satteltaschen am Gepäckträger könnte das eng werden.

Es gibt keinen Fahrradweg

An dieser Stelle gibt es keinen Fahrradweg, der benutzt werden muss, teilt Stadtsprecherin Andrea Middendorf auf Anfrage mit. Das seien Radwege, die durch ein blaues Schild gekennzeichnet sind. Daher sei es an dieser Stelle im Waltroper Osten erlaubt, sowohl auf der Straße als auch im Bereich zwischen dem Grünstreifen und den Leitpfosten zu fahren.

Rechtliche Vorgaben sind erfüllt

Die überörtliche Unfallkommission, bestehend aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde der Stadt, der Verkehrsbehörde des Kreises sowie dem Kreis als Straßenbauträger, war vor Ort, teilt Andrea Middendorf mit. Die rechtliche Vorgabe zum Randstreifen sehe eine Breite von 1,50 Metern vor, für die Pfosten sei ein Abstand von 50 Zentimetern zur Markierung des Fahrbahnrandes vorgegeben. Beide Vorgaben seien an dieser Straße erfüllt, heißt es weiter.

Unfallkommission wird noch einmal beraten

Middendorf kündigt an, dass die Unfallkommission zu dieser Strecke noch einmal beraten wird. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, müssten bauliche Veränderungen vom Kreis Recklinghausen vorgenommen werden, heißt es. Das hatten wir zunächst über diesen tragischen Unfall berichtet.

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