Eine Menschengruppe am Rathaus in Waltrop.
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Stadtführer Josef Schneider gibt Erläuterungen.

Kennenlern-Tour

Neubürger sind angetan: „So etwas gibt‘s in Dortmund nicht“

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Bei der Neubürger-Tour die Stadt kennenlernen - die Möglichkeit gibt‘s in Waltrop schon länger. Diesmal allerdings ohne Bus.

  • Viele Neubürger meldeten sich zur Erkundungstour an
  • Die Bürgermeisterin führte persönlich eine Gruppe
  • Die Teilnehmer kamen untereinander ins Gespräch

Nicht wie in früheren Jahren mit dem Bus, sondern mit dem Fahrrad oder zu Fuß unternahmen jetzt Waltroper Neubürger eine Erkundungstour durch ihre neue Heimatstadt.

Waltroper Bürgermeisterin fährt voraus

Bürgermeisterin Nicole Moenikes fährt persönlich einer Radfahrer-Gruppe voran, bei der anderen setzt sich Wirtschaftsförderer und Fahrradfreund Burkhard Tiessen an die Spitze. Um die Fußgänger kümmern sich die Stadtführer Josef Schneider und Margret Kostede. „So etwas kenne ich aus Dortmund nicht“, sagt Antje Kater angetan. Sie wohnt schon seit einigen Monaten mit Moritz Spahn, der aus Selm-Cappenberg stammt, in Waltrop. Die beiden sind mit dem Rad zur Neubürger-Fahrt erschienen. „Dass wir mit dem Rad statt mit dem Bus fahren, finde ich gut“, sagt Antje Kater. So könne man mehr aufnehmen als durchs Bus-Fenster.

Begrüßungs-Tasche bei der Anmeldung

Moritz Spahn hat sogar bei der Anmeldung eine Begrüßungs-Tasche bekommen – eine nette Geste, wie er fand. Kein Vergleich mit den Verhältnissen in der Großstadt seien die Abläufe im Waltroper Rathaus, hat Antje Kater festgestellt. Nur drei Leute im Bürgerbüro – das kennt sie aus der Westfalenmetropole anders. Für sie und die anderen Teilnehmer gibt’s noch eine Flasche Wasser von Bettina Reers aus dem Büro der Bürgermeisterin, einen farbigen Anhänger, der als Erkennungsmerkmal für die Gruppe dient, dann geht’s für die Radfahrer los. Gut zwei Stunden werde man unterwegs sein, hatte die Bürgermeisterin zuvor gesagt.

Skizze auf dem Bierdeckel

Stadtführer Schneider erzählt derweil seiner kleinen Fußgänger-Gruppe etwas über die Geschichte Waltrops. Die Neuen erfahren, dass nicht weit vom Rathaus, in der heute nicht mehr existenten Gaststätte „Bei Lene“, früher viel Politik gemacht wurde. Gerüchte besagten, erzählt Schneider, dass dort die ersten Skizzen für die Fußgängerzone auf Bierdeckel gezeichnet worden seien. Dann geht das Grüppchen rüber zur Große-Geist-Straße. Die trägt ihren ungewöhnlichen Namen nicht etwa, weil hier mal ein großer Geist zu Hause war, wie Josef Schneider weiß. Die Bezeichnung kommt vielmehr von dem Wort „Geest“, was „trockenes Land“ bedeutet. Das weiß sicher längst nicht jeder, der schon seit Leben lang in Waltrop wohnt.

Schneiders Gruppe hört aufmerksam zu, zwischendurch ergeben sich Gespräche: „Wo haben Sie denn vorher gewohnt?“ – „In Dortmund-Mengede.“ – „Ach, ich auch.“ Einig ist man sich, dass Waltrop doch sehr schön und der Umzug eine gute Entscheidung gewesen sei.

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