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Michael und Stefanie Hohoff (li.) mit ihrem Team in der Produktion in der Hauptzentrale „Am Schacht“: (v.li.) Konditor Guillaume Flambeau von Uslar, Konditorin Regina Weiner, Verkaufs-Leiterin Christina Markowski, die Konditorei-Auszubildenden Anika Zaib, Marie Rabold und Julia Goletz, Chefkonditorin Julia Beckmann und Jana Rosenkranz.

Nur noch ein "800°"

Mehr Handwerk, weniger Hektik

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Waltrop - Michael und Stefanie Hohoff schließen ihr 800°-Steakhaus in Hamm und geben auch den Tagesbetrieb in Dortmund-Deusen auf. Stattdessen haben sie neue Pläne, die es nun umzusetzen gilt.

Es sei nicht mehr seine Idee von einem Familienbetrieb gewesen, sagt Michael Hohoff. „Ich kannte meine eigenen Mitarbeiter nicht mehr, als ich ins Restaurant gekommen bin.“ Das, in Verbindung mit seinem bevorstehenden 50. Geburtstag und der wenigen Freizeit veranlasste Hohoff dazu, etwas zu ändern in seinem Berufsleben. „Wir sind jetzt seit acht Jahren verheiratet und waren nicht einmal länger als acht Tage im Urlaub“, erzählt Michael Hohoff. Nun sei es an der Zeit, das zu ändern.

2011 fing in Dortmund alles an

Die 800°-Steakhäuser ganz aufzugeben, das kam für Hohoffs dann doch nicht infrage. Aber deutlich zurückfahren wollen sie die Gastronomie, was speziell im Falle ihres Standortes in Dortmund-Deusen „nicht leicht gefallen ist“, wie Stefanie Hohoff sagt. „Das war unser erstes Restaurant, da hat alles angefangen...“ Das war 2011.

Anders als die Gastronomie in Hamm, die komplett schließt, wird das Dortmunder 800° nicht ganz von der Bildfläche verschwinden, sondern lediglich das Tagesgeschäft einstellen. „Wir wollen die Räumlichkeiten in Zukunft für Firmenfeiern oder andere Events anbieten“, erzählt Michael Hohoff, der in der Vergangenheit immer wieder derartige Anfragen hatte. Bis zu 50 Gäste finden in Dortmund Platz.

Keine Kündigungen

Konzentrieren wird sich der Waltroper Unternehmer nun auf das größte der bisher drei 800°-Steakhäuser in Hagen. „Hier hin werden auch einige Mitarbeiter aus den anderen Restaurants wechseln“, sagt Hohoff, der betont, dass „nicht einem Mitarbeiter gekündigt“ werden musste.

Produktion wird hochgefahren

Auch wenn es Hohoffs in erster Linie darum geht, mehr Zeit für sich zu haben – die Füße legen sie nicht hoch. Im Gegenteil. „Wir machen eigentlich das, was wir von Anfang an machen wollten: Wir konzentrieren uns hier am Schacht wieder mehr auf das Handwerk“, erzählt der Chef. Das heißt auch, dass die Produktion in Waltrop deutlich hochgefahren wird. Denn Michael Hohoff erschließt gerade ein weiteres Geschäftsfeld außerhalb der klassischen Brot- und Backwaren: Handwerklich gemachte Produkte für Großkunden. Das können Marmeladen, Pralinen oder sogar Salat-Dressings sein – „und wir kreieren hier alles selbst“, sagt Michael Hohoff voller Tatendrang...

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