Baustelle Hebewerkbrücke

Was bedeutet die Brücken-Sperrung für Feuerwehr und Notarzt?

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Waltrop - Nicht nur, dass die langwierige Baustelle an der Hebewerkbrücke lästige Umwege für Autofahrer bedeutet - die Anwohner sind zudem beunruhigt, wenn es um Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst geht. Doch für den Ernstfall haben die Einsatzkräfte einen Plan.

Feuerwehrsprecher Jochen Möcklinghoff kennt das Problem, das die gesperrte Brücke in Sachen Anfahrt mit sich bringt. Wie viele Minuten genau es länger dauere, könne er nicht sagen und: „Es ist klar, auch wir können nicht über die gesperrte Brücke fahren“, also bleiben zwei Möglichkeiten: die lange offizielle Umleitung oder die enge Huckelpiste über die Straße „Am Felling“. „Über die Straße Im Löhringhoff zu fahren macht keinen Sinn“, so Möcklinhoff. Besonders am Kreisverkehr auf Höhe des Edeka-Marktes sei die Situation prekär. In den meisten Fällen werde aufgrund der Zeitersparnis die Strecke über den „Felling“ gewählt, berichtet Jochen Möcklinghoff. Die Größe und das Gewicht der Feuerwehrfahrzeuge seien dort kein größeres Problem.

Langsam fahren am Felling

Wenn die Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn und Blaulicht „Am Felling“ entlangfahren, würden die Autofahrer schon Platz machen, weiß er. Doch selbst wenn der Weg frei sei, könne aufgrund der vielen Schlaglöcher kein hohes Tempo erreicht werden: „Wir können dort natürlich nicht mit 70 oder 100 Stundenkilometern langfahren, wie auf der gut ausgebauten Recklinghäuser Straße“. Es dauert also ein paar Minuten länger.

Plan für den Fall eines Brandes

"Und wenn nun ein Großbrand zum Beispiel auf einem der großen Bauernhöfe ausbricht?", fragte eine Oberwieserin am Rande der eigentlich geplanten Info-Veranstaltung zur Hebewerk-Brücke. Für solche Fälle haben die Einsatzkräfte der Waltroper Feuerwehr Absprachen mit ihren Kollegen in Datteln und Castrop-Rauxel getroffen. Je nachdem, in welchem Teil von Oberwiese der Brand ausbreche, käme die entsprechend näher dran liegende Wehr zur Hilfe. Auch auf den Rettungsdienst hat die Sperrung Auswirkungen. Die Notfallsanitäter brauchen ebenfalls länger als gewöhnlich. Allerdings müssten sie glücklicherweise nicht mit den Patienten über den „Felling“ fahren. Diese würden laut Möcklinghoff in die Krankenhäuser nach Datteln, Recklinghausen oder Castrop-Rauxel gebracht. Es gebe zwar Tragen mit Hydraulik, aber diese wären vermutlich auf der Huckelpiste am Felling am Ende. Im Ernstfall können die Bürger auf den Rettungsdienst zählen, denn die Lage sei nicht so schlecht, wie es scheine, so Möcklinghoff.

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