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Bram Hars (vorne), Melvin Hagedoorn (M.) und Freek de Haas vom Unternehmen Weijers sorgten dafür, dass der Düker unter dem Dortmund-Ems-Kanal nahe der Ickerner Straße entleert und gesäubert wurde.

Ronnenheide-Bach

Düker am Dortmund-Ems-Kanal wird inspiziert

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Waltrop - Aufmerksamen Radlern, Spazier- und Gassigängern sind die Arbeiten am Dortmund-Ems-Kanal nahe der Ickerner-/Franzstraße in Oberwiese schon aufgefallen: Dicke Schläuche liegen dort am Kanalufer, ein Generator rattert, ein Lkw steht bereit. Der Grund: Der Düker wird geleert, gereinigt und inspiziert.

Der Düker ist in diesem Fall ein dickes Stahlbeton-Rohr, mit dem der Ronnenheide-Bach unter dem Kanal hergeleitet wird. Andere Düker führen zum Beispiel Trinkwasserrohre, Öl-Pipelines, Abwasserleitungen oder anderes unter Straßen, Deichen, Tunneln oder Bahngleisen her.

Wasser und Schlamm raus

Alle Bauwerke – eben auch die Düker – würden alle sechs Jahre überprüft, erklärt Sandra Luwe, Leiterin des Außenbezirks Datteln des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA) Duisburg-Meiderich. Im Falle eines Dükers ist dazu erstmal eine ganze Menge Vorarbeit nötig. Denn damit man in den Düker – er misst 1,20m im Durchmesser – hineinkann, musste zunächst mal das Wasser – und all die übrigen schlammigen Substanzen, die sich angesammelt haben – hinaus. Also dichtet man an der einen Seite den Zufluss ab – in diesem Fall an der nördlichen Kanalseite, zur Recklinghäuser Straße hin. Der Ronnenheide-Bach fließt auf der südlichen Kanalseite Richtung Herdiecksbach, der in der Emscher mündet.

Bachlauf darf nicht trockenfallen

Die Gewässerökologie gebietet es aber, dass der Bach nicht einfach gestoppt werden darf. Zum Schutz von Flora und Fauna, zum Beispiel von Fischen und Amphibien, darf das Gewässer nicht trockenfallen, erklärt Kreissprecher Jochem Manz. Die Untere Wasserbehörde des Kreises hat nämlich bei derlei Maßnahmen ein Wörtchen mitzureden. Und so wird an der einen Seite Bachwasser – es muss ja irgendwohin – ab- und in den Kanal hineingepumpt. An der anderen Seite wird Wasser aus dem Kanal in den Bachlauf gepumpt – damit das Gewässer nicht trockenfällt.

Baujahr 1992

Im Jahr 1992 ist der Düker, der sich bei Kilometer 12,3 des Dortmund-Ems-Kanals befindet, gebaut worden. Sein tiefster Punkt liege sieben Meter unter der Kanalsohle, so Sandra Luwe. Die eigentlich Inspektion ist für Montag geplant.

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