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Große Teile der Brücke sind bereits abgerissen worden.

Schiffhebewerk

Schwimmkran hilft beim Brückenabriss

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WALTROP - Nur noch ein Gerippe ist von der alten Hebewerksbrücke übrig. Seit Donnerstag ist ein Schwimmkran im Einsatz, um die letzten Längsträger abzureißen. Sie werden später an Land zerstückelt.

Am 7. August wurde der Brückenbereich für den kompletten Verkehr gesperrt. Seither läuft der Abbruch des Brücken-Überbaus. Zuerst wurden die Kragarme abgebrochen – also die Seitenteile der Brücke, auf denen die Gehwege verliefen. Dann fraß sich ein Bagger Stück für Stück vor und trug die Fahrbahnplatte ab, sodass am Ende nur noch ein Brücken-Gerippe übrig war. Diese drei Längsträger, die unten über eine Betonbodenplatte verbunden sind, hebt nun der Schwimmkran einzeln nach oben weg. Zuvor wird die Bodenplatte durchtrennt.

Zerteilung am Ufer

Der Schwimmkran transportiert dann die Längsträger einige Meter weiter ans Ufer. Dort wurden, so erklären Martin Ebbert und sei Kollege Oliver Jaswetz, bereits Sandberge aufgehäuft, auf denen die Träger abgelegt werden. Die jeweils 200 Tonnen schweren Längsträger werden an Land zerstückelt und per Lastwagen abtransportiert.

Warten auf die Stahlteile

Noch immer nicht vor Ort sind übrigens die Stahlteile für die neue Brücke. Jaswetz und Ebbert hoffen, dass sie Mitte nächster Woche ankommen. Sie müssen mit einem Spezialtransporter von der Herstellerfirma in Magdeburg zur Baustelle in Henrichenburg geschafft werden, und dieser Transport braucht diverse Genehmigungen. Doch daran scheiterte es bislang.

Über den Kanal geschoben

Abgesehen vom Baulärm ist es unterdessen sehr ruhig in Oberwiese – jetzt, wo der Verkehr wegen der Sperrung nicht mehr rollt. Im Café Kortmann nahe der Baustelle gibt es dennoch keine Klagen über ausbleibende Gäste. Ja, viele Leute riefen an und erkundigten sich, ob das Café denn geöffnet sei trotz Baustelle, aber ansonsten laufe das Geschäft, heißt es. Auf den Sperrungsschildern ist zudem vermerkt, dass das Café (und übrigens auch die Ausstellungshalle des WSA) geöffnet ist.

Wenn alle Teile da sind, werden sie auf einer hergerichteten Fläche neben der Recklinghäuser Straße zusammengebaut und diese Konstruktion später von einer Seite über den Kanal geschoben und auf der anderen Seite von einem 750-Tonnen-Kran an den Haken genommen.

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