Osterfeuer werden auch im Jahr 2021 nicht genehmigt.
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Osterfeuer werden auch im Jahr 2021 nicht genehmigt - auf wohin mit den Reisighaufen?

Anfrage der CDU

Reisighaufen für Waltroper Osterfeuer dürfen nicht in Flammen aufgehen

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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  • Tamina Forytta
    Tamina Forytta
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Auch in diesem Jahr lodern keine Osterfeuer in Waltrop. Die CDU will, dass die Reisighaufen trotzdem abgebrannt werden dürfen. Schließlich liegt das Schnittgut seit Langem bereit.

Update, 19.3., 13.40 Uhr: Das Material, das seit vergangenem Jahr schon für Osterfeuer in Waltrop bereit liegt, darf nicht abgebrannt werden. Das hat jetzt das Ordnungsamt erklärt. Anja Espenhain, Fachgruppenleiterin im Ordnungsamt, sagte, es gebe eine kreisweite Verabredung, das nicht zu erlauben. Grundlage ist eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster: Das Gericht sagt, nur im Rahmen von Osterfeuern zur Brauchtumspflege sei das Verbrennen der Reisighaufen erlaubt. Und genau diese fallen ja wegen Corona aus.

Wohin mit den Reisighaufen?

Beantragt hatte das kontrollierte und beaufsichtigte Abbrennen die CDU Waltrop. Deren Ratsmitglied Theo Hemmerde und auch Timo Westhoff (FDP) hatten kritische Rückfragen. Hemmerde, selbst Landwirt, verwies auf die Dringlichkeit, die Reisighaufen loszuwerden. Nun soll geprüft werden, ob der V+E das Material ausnahmsweise kostenlos annehmen kann.

Das hatten wir zunächst berichtet (16.3.): Osterfeuer gehören zu der langen Reihe an Veranstaltungen, die der Pandemie in Waltrop zum Opfer gefallen sind. Aber: Das Material – trockener Grünschnitt und Gehölz-Reste –, das sonst auf den österlichen „Scheiterhaufen“ in Flammen aufging, fällt ja so oder so an. Die Idee der Waltroper CDU: Den Grundstücksbesitzern müsste erlaubt werden, die Reisighaufen kontrolliert und unter Aufsicht von zwei Aufsichtspersonen abzubrennen. An vielen Stellen im Stadtgebiet lägen noch die bereits im letzten Jahr aufgeschichteten Haufen aus Reisig und Gehölzschnitt, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Brausen. Sie seien von mehreren Grundeigentümer angesprochen worden, ob nicht ein genehmigtes Anzünden der Reisighaufen erlaubt werden könne – freilich ganz ohne öffentliches Treffen und unter Beachtung aller nötigen Auflagen wie zum Beispiel dem Umschichten.

Stadt Waltrop sieht Vorschlag skeptisch

Die Stadtverwaltung Waltrop ist eher skeptisch, was den CDU-Vorschlag angeht. Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD) nehme das Thema aber mit in eine Besprechung am Donnerstag, 18. März, in der der Landrat und die Bürgermeister der zehn kreisangehörigen Städte sich abstimmen. In Datteln hatte es eine ähnliche Idee, ebenfalls aus Reihen der CDU, gegeben. Die dortige Union möchte, dass eine Allgemeinverfügung erlassen wird, dass pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich oder erwerbsgärtnerisch genutzten Grundstücken anfallen, künftig vom 15. Oktober bis 30. April des Folgejahres verbrannt werden dürfen. Die Dattelner Verwaltung aber lehnt das Verbrennen des Schlagabraums ab.

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