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Trafen sich bereits in Polen: (v.li.) Dr. Klaus P. Strautmann von Langendorf, Wieluns Bürgermeister Pawel Okrasa, Nicole Moenikes und Wielton-Vertreter Mariusz Golec (Archiv)

Partnerschaft oder nicht?

Man hört nichts mehr zum Thema Wielun

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Waltrop - Im Rats-Fachausschuss wurde neulich darauf hingewiesen, dass beim Online-Lexikon Wikipedia bereits Fakten geschaffen wurden: Dort war kurze Zeit zu lesen, dass Waltrop bereits eine Partnerschaft mit der polnischen Stadt Wielun habe. Das ist inzwischen wieder geändert, aber es bleibt die Frage: Kommt eine Partnerschaft Waltrops mit der polnischen Stadt überhaupt zustande?

Bürgermeisterin Nicole Moenikes hatte vor einer Weile erklärt, sie habe keinerlei Rückmeldungen aus der Kommunalpolitik erhalten, als sie das Thema in ihrer Haushaltsrede angesprochen hatte. Bekanntlich gibt es bereits eine Absichtserklärung beider Stadtspitzen, eine Partnerschaft zu schließen.

SPD-Ratsherr Frank Kwiatowski hatte die Idee, sie könnte symbolträchtig am 1. September unterschrieben werden, wenn Polen und Deutschland auf Spitzen-Ebene des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges gemeinsam gedenken. Die Veranstaltung soll in Wielun stattfinden. Die Zeit bis dahin, so meinte Kwiatowski, solle man nutzen, um abzuklopfen, welche Bürger und Gruppen in Waltrop eine solche Partnerschaft tragen würden. Davon aber hört man bisher wenig.

BSV will sich einbringen

Die WZ hatte seinerzeit bei den Schützen nachgefragt, ob sie sich in eine solche Partnerschaft einbringen würden. BSV-Vorsitzender Ludger Grothus hatte sich offen dafür gezeigt und angekündigt, das Thema bei seinen Schützenbrüdern anzusprechen. Er sagt jetzt auf Nachfrage, man habe inzwischen intern vereinbart: Wenn es zu einer Städtepartnerschaft komme, werde eine kleine Delegation der Schützen daran teilnehmen. Dass der ganze Verein dorthin fahre, sei unrealistisch. Der BSV sei bereit, sich einzubringen, aber man habe auch seit längerer Zeit keinen neuen Sachstand mehr zu dem Thema gehört.

Neben dem Zeichen der Völkerverständigung auf kommunaler Ebene geht es darum, dass in Wielun der Fahrzeugbauer Wielton ansässig ist, der die Mehrheit am Waltroper Unternehmen Langendorf hält. Auch vor dem Hintergrund der Frage, wie es mit Langendorf weitergeht, wäre ein guter Kontakt beider Städte sicher nicht schädlich.

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