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Zu den Plakaten an der Kirche St. Peter bekannte sich die Waltroper Initiative Seebrücke.

Waltroper Initiative

Diese Gruppe bekennt sich zur Plakataktion an der St.-Peter-Kirche

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Mit Bilder im sozialen Netzwerk Facebook macht die Waltroper Initiative deutlich, dass sie hinter der Aktion steckt. Es soll ein Treffen mit Vertretern der katholischen Kirche geben. 

Die Seebrücke Waltrop hat sich nun zu der Plakat-Aktion an der St. Peter-Kirche vom 29. Oktober bekannt.  kleinen, aufgespannten Papierboote, die symbolisch auf die Situation der Seenotrettung für Flüchtlinge aufmerksam machen sollen, haben es schon vermuten lassen. Nun bekennt sich die Seebrücke offiziell zu der Aktion. Plakate und Banner mit Schmähkritik an der Flüchtlingspolitik hingen plötzlich an den Außenwänden der Pfarrkirche St. Peter. „Für eure Politik lasst ihr Kinder verrecken, Familien zugrunde gehen“, stand dort zu lesen oder „Mittelmeer = EU-Horror!“ und „Der EU den National-Satan austreiben“. 

Seebrücke Waltrop meldet sich bei Kirchengemeinde

Pfarrer Dr. Carsten Roeger hatte sich lange gewünscht, dass sich die Seebrücke bei der Gemeinde gemeldet hätte, als die Mitglieder sahen, dass die Gemeinde die Plakate hängen ließ. „Wir haben uns alle gefragt, wer das gemacht hat. Es hätte uns einfach mal interessiert“, sagt er. Gestern erhielt die Gemeinde eine E-Mail mit der Bitte um ein Treffen, um persönlich über die Aktion zu sprechen.

Vernetzung und Spendensammlung für die Seenotrettung

Doch das war nicht die letzte Aktion der Waltroper Seebrücke, die sich weiter mit Seebrücke-Initiativen anderer Städte vernetzt, zum Beispiel bei einer Demonstration in Dortmund und einem Vernetzungstreffen in Bochum. Die Mitglieder sammelten kürzlich bei einem Konzert der Pop-, Balkan- und Folk-Band „Il Civetto“ in Bochum 162 Euro Spenden. „Das Feedback war unglaublich und die Leute haben nicht nur die Jungs übertrieben abgefeiert, sondern auch unser Engagement und den schönen Stand“, heißt es von der Seebrücke.

Teilnahme an der Roten Ruhrakademie

Spannend fand Manuel Droletz auch die Teilnahme an der „roten Ruhrakademie“. Dort war Jonas Müller, Besatzungsmitglied des Seenotrettungsschiffes Sea-Watch, zu Gast, berichtete von seiner Arbeit und hatte einen Film mitgebracht, dessen Bilder anzusehen einige nicht aushielten. 

Allein das ist für die Seebrücken-Mitglieder Grund genug zu fordern, dass Waltrop zum sicheren Hafen für aus Seenot gerettete Flüchtlinge erklärt. 

Seebrücke Waltrop gründete sich vor einem Jahr

Gegründet hatte sich die Initiative um den Waltroper Manuel Droletz vor gut einem Jahr. Zum ersten Mal setzten sie im Oktober vergangenen Jahres ein Zeichen, indem sie gefaltete Papierboote mit Botschaften in den Kiepenkerl-Brunnen setzen. Ebenfalls für Gesprächsstoff unter den Waltropern sorgten Transparente, die an verschiedenen Stellen in der Stadt auf das Schicksal von Kapitänin Carola Rackete aufmerksam machten. Eine weitere Aktion der Seebrücke Waltrop soll es vor Weihnachten noch geben.

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