Ein Anhänger mit Protestaufschrift steht auf der Straße Im Dicken Dören in Waltrop
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Die Anwohner des Areals „Im Dicken Dören“ im Süden des Waltroper Stadtgebietes machen schon seit Längerem mit diversen Aktionen ihrem Ärger Luft.

Industrie- und Gewerbegebiet

Protest gegen den „Dicken Dören“ in Waltrop lässt sich nicht so leicht bändigen

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Die Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU im Stadtrat sind sich einig: Es war richtig, dass die Stadt den unmittelbaren Anwohnern des „Dicken Dören“ die Möglichkeit geboten hat, noch vor Beginn des eigentlichen Bürgerbeteiligungs-Verfahrens an einer Planungswerkstatt mitzuwirken.

Dass das Aktionsbündnis „Nein! Zum Dicken Dören“ sich gleich nach dem ersten virtuellen Treffen zurückgezogen hat und nicht mehr mitmachen will (wir berichteten), sei der Stadt nicht anzulasten.

Kleine Spitze in Richtung SPD

Eine kleine Spitze in Richtung SPD kann sich CDU-Fraktionschef Andreas Brausen allerdings dann doch nicht verkneifen: „Als Nicole Moenikes noch Bürgermeisterin war, hieß es von der SPD immer, man müsse auf die Anwohner mehr zugehen, um sie für das Projekt zu gewinnen. Jetzt erfährt die SPD selbst, dass das nicht so einfach ist.“

Initiative will Ansiedlung verhindern

Denn aus der Mitteilung der Initiative wird deutlich: Sie wollte nicht über die Details einer Ansiedlung des Fahrzeugbauers Langendorf auf dem Areal reden, sondern ihr geht es unverändert darum, sie insgesamt zu verhindern. Das wiederum kommt für die Stadt Waltrop nicht infrage.

Grüne in Mengede protestieren

Auch die Grünen in Mengede sind, anders als der Waltroper Ortsverband, klar gegen das Projekt. Auf der Homepage der Mengeder Grünen finden sich Bilder, die Mitglieder mit Protest-Schildern zeigen. Sie stellten sich dafür vor die aufgebauten Traversen, die die geplante Höhe der Gebäude veranschaulichen sollen, oder hängten sich gar daran. Auf den Schildern stehen Slogans wie: „Freiluftschneise weg – in Dortmund nur noch Dreck“ und „Der Dicke Dören bleibt grün! Statt Industrie sollen hier Gräser und Blumen blüh’n“.

Das sagt der Bürgermeister

Bürgermeister Marcel Mittelbach (SPD) lässt derweil ausrichten, er bedaure den Ausstieg des Aktionsbündnisses aus dem informellen Online-Verfahren. Die Stadt werde das Dialog-Angebot jedoch aufrecht erhalten und auch weiterhin den Dialog mit den Menschen vor Ort suchen. „Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam die Bedenken und Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner aufklären können – das hat die erste Planungswerkstatt sehr deutlich gezeigt. Wenn die Mitglieder des Aktionsbündnisses diesen Austausch ablehnen, müssen wir das jedoch akzeptieren.“

Nach aktuellem Stand findet die zweite Planungswerkstatt am Montag wie geplant statt.

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