Ratssitzung:

Aus für das Flammenmeer zu Ostern

WALTROP. 123 Osterfeuer brannten in diesem Jahr in Waltrop, im Vorjahr waren es sogar 140. Zahlen, die der Stadt Waltrop nicht nur einen Spitzenplatz in der Region, sondern auch eine offizielle Anfrage aus dem NRW-Umweltministerium eingebracht haben. Mit der Folge, dass die Zahl der zugelassenen Osterfeuer jetzt deutlich eingeschränkt werden soll.

Warum in Waltrop Jahr für Jahr der Brauch des Osterfeuers derart intensiv gepflegt – oder womöglich für die Verbrennung von Gartenabfällen missbraucht – wird, dafür hatte im April Martin Voskort vom Ordnungsamt keine Antwort. Mit 123 angemeldeten Feuern gab es in Waltrop sogar mehr Feuer als in der erheblich größeren Stadt Dortmund. Dort waren es 122. Dass derart viele Feuer an den Ostertagen Rauch- und Geruchsbelästigungen mit sich bringen, liegt auf der Hand. Daten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz belegen, dass an den Ostertagen in der Region die Feinstaub-Belastung deutlich steigt. Das Waltroper Flammenmeer zu Ostern soll nun ein Ende haben: Stadtjurist Stefan Schlarb teilte in der Ratssitzung mit, dass durch das Oberverwaltungsgericht eindeutig definiert worden sei, was ein Brauchtumsfeuer ist. „99 Prozent der Waltroper Osterfeuer sind es nicht“, sagte Schlarb. Er kündigte an, dass die Zahl der Feuer mit einer neuen Verordnung künftig deutlich eingeschränkt werde. Einzelheiten sollen im neuen Jahr im Fachausschuss beraten werden.

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