Jann und Paulina von Oakmind bei "Rechtsweg ausgeschlossen"
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Jann und Paulina von Oakmind bei "Rechtsweg ausgeschlossen"

"Rechtsweg ausgeschlossen"

Toller Musikabend und starkes Zeichen

WALTROP - Es war eine gelungene Neuauflage: Bereits vor 20 Jahren hatte die Musikinitiative Waltrop sich zusammengefunden, um mit dem Sampler „Rechtsweg ausgeschlossen“ ein Zeichen gegen rechte Gewalt und Fremdenhass zu setzen. Inzwischen gibt es „Rechtsweg ausgeschlossen II“ – und am Freitag fand das dazugehörige Konzert im „Yahoo“ an der Hochstraße statt.

„Aktuelle Ereignisse machten es leider wieder nötig, zu zeigen, dass wir weltoffen sind und nicht denen das Feld überlassen, die am lautesten auf den Straßen und in den sozialen Netzwerken pöbeln“, erklärt Organisator Stefan Kullik. „Natürlich ist die Situation nicht einfach. Aber Gewalt und Hass sind da die falsche Antwort. Wir wollten die Dinge lieber pragmatisch angehen und anpacken.“ Also trommelte man wieder einmal Waltroper Musiker und andere Kreative zusammen, um erneut einen Sampler einzuspielen. Die fertige CD wurde nun im „Yahoo“ vorgestellt. „Alle Beteiligten haben unentgeltlich an diesem Projekt mitgearbeitet“, so Kullik. „Weder die Musiker, noch die Techniker, Grafiker oder wer sonst an einer der vielen Stellen geholfen hat – niemand hat dafür Geld genommen.“

Vom Teenager bis zum Rentner

Mit dem Verkauf der CD und dem Erlös aus den Eintrittsgeldern will man die Flüchtlingshilfe Waltrop unterstützen. „Die Einnahmen gehen in voller Höhe dorthin“, erklärt Stefan Kullik „Es fehlt an allen Ecken Geld. Wenn wir so helfen können, dann ist das doch super.“ Besonders gefreut hatte sich Kullik darüber, dass alle Altersgruppen zu dem Benefizkonzert gekommen waren. Vom Teenager bis zum Rentner waren alle da. Und natürlich waren auch einige der Flüchtlinge vor Ort. Auf gleich zwei Bühnen wurde den zahlreichen Besuchern ein buntes Programm geboten. Rock, Pop, Reggae, Indie – für jeden war etwas dabei. Wie etwa die Waltroper Band „Oakmind“. Im kreisenden Schein der Discokugel begeisterten sie mit eingängigem Indiepop mit Wohlfühlgarantie.

Besondere Zusammenarbeit

„Aber – ohne die anderen Künstler weniger wertschätzen zu wollen – , auf ein Projekt habe ich mich ganz besonders gefreut“, erzählt Stefan Kullik. „Mit Yaoulen Toure und Markus Hunke haben sich tatsächlich ein Flüchtling und ein Waltroper gefunden, die gemeinsam Musik machen. Und das ist richtig gut geworden.“ Kullik ist anzusehen, dass er stolz ist auf das, was sein Team da auf die Beine gestellt hat. Acht Formationen haben sich an dem Projekt beteiligt. Und im Hintergrund haben unzählige Helfer dafür Sorge getragen, dass alles bestmöglich abläuft. Das ist dem Team gelungen. Das ist aller Ehren Wert und so bleibt am Ende eines solchen Mammutprojekts allen Beteiligten nur eines zu sagen: „Danke.

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