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Rauchmelder können Leben retten, nicht jeder, der vorgibt, sie kontrollieren zu wollen, will das auch wirklich. 

Polizei warnt

Sind in Waltrop falsche Rauchmelder-Kontrolleure unterwegs?

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Dass Rauchmelder sinnvoll sind, bezweifelt niemand ernsthaft. Allerdings nutzen einige Zeitgenossen offenbar die Geräte als "Türöffner" und haben betrügerische Absichten.

Das kam unserer Leserin Gabriele Wenzelmann gleich ein wenig komisch vor: Im Haus ihrer Mutter nahm sie ein Telefonat entgegen, in dem sich ein Kontrolleur für die Rauchmelder ankündigte. „Die Rauchmelder sind durch den Schornsteinfeger eingebaut worden“, berichtet Gabriele Wenzelmann, und normalerweise komme der auch im Januar zur Kontrolle.

Waltrop: Angeblicher Kontrolleur tauchte nicht auf

Der angebliche Kontrolleur, der tatsächlich auch den Namen der Firma, die die Melder im Haus der Mutter eingebaut hatte, genannt hatte, vereinbarte einen Termin, tauchte aber nicht auf. Am nächsten Morgen habe sie nochmals bei ihrem Schornsteinfeger angerufen, berichtet Gabriele Wenzelmann. Sie erfuhr: Die Firma habe niemanden rausgeschickt; man würde wie gewohnt im Januar zur Kontrolle kommen. 

Derartige Betrugs-Fälle kommen immer wieder vor

Sie ist nun alarmiert und möchte andere Leute warnen - genau wie Polizei-Pressesprecher Michael Franz: Immer wieder kämen derartige betrügerische Fälle vor – ob es nun Rauchmelder-Kontrollen oder Besuche von Versorgungs- oder Telekommunikations-Unternehmen seien. „Das ist meist der Einstieg für einen Trickdiebstahl“, sagt Franz. Häufig tauche noch eine zweite Person auf, die hinter dem „Kontrolleur“ ins Haus husche. Die Täter hätten es oft auf ältere Menschen abgesehen.

Das sind die Tipps der Polizei

  • Gesundes Misstrauen ist angebracht. „In der Regel geht echten Kontroll-Besuchen ja ein Schriftverkehr voraus“, sagt der Michael Franz. Zudem könnten sich echte Mitarbeiter stets ausweisen. 
  • Bei Unsicherheit solle man lieber einmal zu viel nachfragen – und im Zweifel die Tür eben nicht aufmachen. 
  • Gut sei auch, eine zweite Person des Vertrauens – etwa einen Nachbarn – hinzuzuholen. 
  • Auch Sperrketten oder -riegel seien ratsam, weil Betrüger häufig ihre Opfer zur Seite stießen und dann in die Wohnung gelangten. 
  • Und schließlich: Die 110 anrufen. Denn dann hat die Polizei die Chance, vor Ort jemanden aufzugreifen.

Trotz der Tatsache, dass mancher Zeitgenosse Rauchmelder für seine üblen Machenschaften nutzt: Ihre Berechtigung haben Rauchmelder definitiv, wie sich immer wieder bei Feuerwehreinsätzen zeigt. Manchmal ist dabei nicht mal Rauch im Spiel.

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