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Die stolzen Meisenkästen-Erbauer zeigen ihre Werke (v.li.): Emely, Mailo, Ben und Henry aus der Kita St. Marien.

Wenn die Raupen kommen

Machen Sie es wie die Kita-Kinder: Stadt bittet Bürger, in Sachen "Spinner" vorzubeugen

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Die Zeit des Eichenprozessionsspinners ist noch nicht gekommen, doch in Waltrop bereitet man sich jetzt schon vor. Eine Kita geht mit gutem Beispiel voran und auch die Stadt handelt.

  • Kinder der Kita St. Marien haben Meisenkästen gebaut.
  • Sie wollen einen natürlichen Fressfeind des Eichenprozessionsspinners anlocken.
  • Stadt Waltrop bittet Bürger, selbst auch tätig zu werden.

Ziemlich fleißig waren die Kinder der Kita St. Marien an der Husemannstraße. Sie haben Meisenkästen gebaut, um dem mitunter gefährlichen Eichenprozessionsspinner einen natürlichen Fressfeind ins Revier zu setzen. Das bunte Ergebnis kann sich sehen lassen; inzwischen hängen die Kästen an den Bäumen im Garten ihrer Kita.

Meisen sollen gegen"Spinner" helfen

Meisen anlocken – auf diese Strategie setzt erstmals auch die Stadt Waltrop. Denn die Vögel fressen, wenn ab Mitte/Ende Mai erfahrungsgemäß die ersten Eichen blühen, die giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners auf. 50 Meisenkästen sollen im ganzen Stadtgebiet verteilt werden – und zwar „an den Hotspots der letzten Jahre“, wie Stadt-Sprecherin Patricia Neuhaus schildert.

Stadt Waltrop bittet Bürger, Kästen aufzuhängen

Während die Kita St. Marien also schon mit gutem Beispiel vorangegangen ist, ruft die Stadtverwaltung jetzt auch Bürger dazu auf, in ihren privaten Gärten Meisenkästen anzubringen. Es sei wichtig, sagt Patricia Neuhaus, die Kästen bereits jetzt aufzuhängen, „da die Kohl- und Blaumeisen bald mit dem Bau ihrer Nester beginnen“.

Es gibt auch spezielle Fallen

Neben den Nistkästen setzt die Stadtverwaltung auf spezielle Eichenprozessionsspinner-Fallen. „Diese Fallen arbeiten gänzlich anders als chemische Mittel“, sagt Neuhaus. „Erfahrungswerte zeigen, dass es nicht nötig ist, an jedem betroffenen Baum eine Falle zu befestigen. Hier reicht ein Abstand von mindestens zehn Metern aus.“ Wer Hilfe braucht, kann sich an die Stadt Waltrop wenden (Tel.: 02309/9300).

Der Eichenprozessionsspinner hat in Waltrop übrigens schon ein Kita-Fest platzen lassen.

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