Öfter mal den Stecker ziehen, denn Stand-by-Schaltungen verbrauchen unnötig Strom.
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Öfter mal den Stecker ziehen, denn Stand-by-Schaltungen verbrauchen unnötig Strom.

Stromversorgung

Stadtwerke Ost-Vest im Gespräch

WALTROP - „Stadtwerke Ost-Vest“. Das ist der vorläufige Name des Kindes, mit dem die Städte Waltrop, Datteln und Oer-Erkenschwick schwanger gehen: Bei der künftigen Stromversorgung ab 2012 wollen die drei Städte eng zusammenarbeiten. Das soll in der kommenden Woche in einer von allen drei Bürgermeistern unterzeichneten Absichtserklärung schriftlich festgehalten werden.

Der Arbeitskreis aus Politik und Verwaltung, der sich in Waltrop mit der zukünftigen Energieversorgung befasst, habe der Vereinbarung zugestimmt, daher werde sie die Erklärung unterschreiben, teilte Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe mit. Im Entwurf des sogenannten „Letter of Intent“ (engl.: Grundsatzvereinbarung oder Absichtserklärung) heißt es, die drei Städte „beabsichtigten, im Rahmen einer interkommunalen Kooperation ihre Aktivitäten beim Abschluss neuer Konzessionsverträge aufeinander abzustimmen“.Dabei bleibt offen, ob das Ziel am Ende ein „Stadtwerk Ost-Vest“ oder auch nur eine gemeinsame Netzgesellschaft sein soll. Das Stadtwerk würde nicht nur die Stromnetze übernehmen, sondern auch selbst Strom einkaufen und seinen Kunden eigene Tarife anbieten. Eine Netzgeselschaft würde dagegen nur die Konzessionen aller drei städtischen Netze an einen Versorger vermarkten.

Am Ende soll die für alle wirtschaftlichste Lösung dabei herauskommen, heißt es in der Vereinbarung. Das scheint nach der aktuellen Meinung ein gemeinsames Unternehmen mit einem Partner aus der Energiebranche zu sein. Auf jeden Fall erwarten die drei Bürgermeister – Heck-Guthe, Achim Menge (Oer-Erkenschwick) und Wolfgang Werner (Datteln) –, gemeinsam eine bessere Position in den schwierigen Verhandlungen mit den Energieversorgern zu haben und geringere Beratungskosten.Über die schriftliche Willenserklärung hinaus wird die Zusammenarbeit im Ostvest ohnehin bereits praktiziert. Das erklärte gestern Kämmerer Wolfgang Brautmeier, der mit der Konzessionsvergabe befasst ist. In dieser Woche werde er mit seinen Kollegen aus Datteln – Kämmerer Dieter Kobe – und Oer-Erkenschwick – Beigeordneter Bernd Immohr – zusammensitzen und über die nächsten Aufträge für das Beratungsunternehmen Rödl & Partner sprechen.Der Waltroper Berater Dr. Matthias Koch von Rödl & Partner soll nämlich auch ein Konzept und einen Terminplan für alle weiteren gemeinsamen Aktivitäten erarbeiten.

Die nächsten Entscheidungen fallen aber in den Stadträten. In Waltrop am 14. Juli. Dann wird der Rat grundsätzlich sagen müssen, ob es interkommunal weitergehen soll, wie ein gemeinsames Ziel erreicht werden könnte und was ein Partnerunternehmen aus der Branche leisten muss.Allzu euphorische Erwartungen bremst Brautmeier bereits ab: „Stadtwerke sind keine Gelddruck-Maschine. Die Stadt wird sich nicht über die Entscheidung bei der Stromkonzession sanieren können. Ganz sicher nicht, wenn wir nur über das Stromnetz reden. Wird ein Stadtwerk Ost-Vest auf dem Markt tätig, mit eigenen Tarifen, dann könnte etwas Geld übrig bleiben.“

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