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Zum Bummeln in die Waltroper Fußgängerzone – das ist, zumindest laut den Ergebnissen einer Befragung zur Innenstadt, nicht mehr besonders attraktiv für die Bürger.

Einkaufen in Waltrop

Alarmierende Umfrage-Ergebnisse zu Waltrops Innenstadt 

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Geahnt hat man es schon lange, doch jetzt hat Mirko Ruschmeyer, Chef des Waltroper Stadtmarketing, es mit Zahlen belegt: Es sieht düster aus für Waltrops Innenstadt.

Es sei nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf – so fasste Mirko Ruschmeyer, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, die Ergebnisse der Umfrage zusammen, die er vor einigen Wochen gestartet hatte. Diese richtete sich einerseits an die Kaufleute der Innenstadt und andererseits an die Bürger.

Kaufleute beklagen schlechte Umsätze 

Mirko Ruschmeyer hatte 86 Unternehmen in der Innenstadt angesprochen, 21 Antworten erhielt er zurück. Auf die Frage, ob sie ihr Unternehmen im Jahre 2025 noch aktiv in Waltrop sehen, antworteten nur 57 Prozent mit „Ja“. Und die nächste Frage gibt auch gleich einen möglichen Grund dafür her: „Hat sich Ihr Umsatz in den letzten drei Jahren verändert?“ – darauf antworteten insgesamt 81 Prozent, der Umsatz habe sich leicht oder deutlich verschlechtert. 

Waltrops Händler sehen Parkplatzsituation als Manko

Die Krux ist aus Sicht der Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister, dass zu wenig Leute in die Stadt kommen, dass das Internet eine Riesen-Konkurrenz bildet und dass die Parkplatzsituation mau ist. 

Bürger gehen kritisch mit der Innenstadt ins Gericht

Die Bürger, die im ebenfalls befragt wurden, gingen nicht weniger kritisch mit der Innenstadt um: nicht mehr als im Schnitt eine Schulnote vier gaben sie für die Innenstadt. Allerdings: Die Fußgängerzone für Auto befahrbar zu machen, wie es hier und da schon vorgeschlagen wurde, und somit mehr Parkplätze direkt vor den Geschäften zu haben, macht die City nicht unbedingt attraktiver. Stattdessen wünschen sich die Leute mehr Fachgeschäfte, weniger Billigläden, höhere Aufenthaltsqualität – etwa durch Spielmöglichkeiten oder Ruhezonen – und gerne auch große Ketten wie H&M, Extrablatt oder Saturn.

Teufelskreis aus wenig Frequenz und Schließungen

Mirko Ruschmeyer sieht anhand der Umfrage-Daten jetzt belegt, was viele schon lange beklagen oder befürchten und andere Gutachten auch schon herausgestellt hatten. Es sei ein Teufelskreis: Wenn weitere Geschäfte schließen, kommen noch weniger Menschen in die Innenstadt. Die Folge: noch mehr Schließungen.

Auch das Herbstfest vor einigen Wochen hatte schon unter Besucher-Mangel gelitten. Um die Umfrage selbst hat es übrigens im Vorfeld ebenfalls Wirbel gegeben

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