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Die Straße Am Schwarzbach in Waltrop.

In Unterkunft "Am Schwarzbach"

Abgelehnter Asylbewerber nach Vorfall verurteilt - jetzt soll er abgeschoben werden 

Sein Asylantrag war schon abgelehnt worden, weil der 30-Jährige 2015 mit falschen Personalien eingereist war. Trotzdem konnte er 2019 noch eine Straftat in Waltrop begehen.

  • 30-Jähriger zu zwei Jahren Gefängnis nach „Tabak-Klau“ verurteilt.
  • Mann aus Tunesien war unter falschen Personalien eingereist.
  • Asylbewerber droht zeitnah die Abschiebung in die Heimat.

    Nach einem handfesten Streit mit einem Mitbewohner in der Asylunterkunft „Am Schwarzbach“ in Waltrop ist ein vorbestrafter Asylbewerber aus Tunesien am Bochumer Landgericht zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Auslöser für die Auseinandersetzung war laut Urteil der Diebstahl eines Päckchens Tabak im Wert von sieben Euro. 

Waltrop: 30-Jähriger flüchtete zunächst

Der 30-Jährige hatte am 26. September 2019 um 0.20 Uhr das Zimmer eines Mitbewohners betreten und darum gebeten, sich von einem angebrochenen Päckchen Tabak eine Zigarette drehen zu können. Anschließend soll er sich einfach ein neues Päckchen Zigarettentabak geschnappt haben. Nachdem der Mitbewohner den Angeklagten deswegen zur Rede gestellt hatte, überschlugen sich die Ereignisse. Der 30-Jährige zerrte den Mitbewohner laut Urteil an dessen Pullover aus dem Zimmer, attackierte ihn, packte ihn mit einer Hand am Arm und fixierte ihn an der Wand. Dann flüchtete der Angeklagte zunächst, konnte allerdings schon kurz danach im Umfeld der Asylunterkunft aufgegriffen und festgenommen werden.

Angeklagter bestreitet Messer-Angriff 

Dass der 30-Jährige, wie ursprünglich von der Staatsanwaltschaft noch angeklagt, auch ein Messer gezogen und damit mehrfach in Richtung des Mitbewohners gestoßen hat, konnten die Richter der 2. Strafkammer am Ende nicht sicher feststellen. In diesem Punkt hielten das Gericht die Angaben des Belastungszeugen schlichtweg nicht für überzeugend.

Nach einem schweren Brand ist die Asylunterkunft Am Schwarzbach abgerisssen und neu gebaut worden.

Der Angeklagte hatte vor Gericht bestritten, dass es am fraglichen Abend überhaupt eine nennenswerte Auseinandersetzung gegeben hat. Sein Verteidiger Olaf Krekeler (Recklinghausen) hatte deswegen am Ende auch auf Freispruch plädiert. Soweit wollten die Richter aber am Ende keinesfalls gehen – sie hielten den „Tabak-Klau“ und eine anschließende, handfeste Rangelei jedenfalls für erwiesen.

Räuberischen Diebstahl und Körperverletzung 

Das Urteil lautet auf räuberischen Diebstahl und Körperverletzung und ist bereits rechtskräftig. Nach Ablauf einer gewissen Haftzeit soll der Verurteilte, der knapp neun Monate U-Haft bereits verbüßt hat, demnächst in seine Heimat abgeschoben werden, hieß es im Prozess. Der Asylantrag des 2015 unter falschen Personalien eingereisten 30-Jährigen war zuvor bereits schon abgelehnt worden.

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