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Im Gebiet rund um Eichenstraße und Krusenhof haben Anwohner die Knall- oder Schuss-Geräusche vernommen.

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Schuss-Geräusche: Ein Bürger hat eine neue Theorie dazu

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Woher stammen die seltsamen Schuss-Geräusche, die Mittwochnacht am Schülkenbusch zu hören waren? Ein Bürger hat sich gemeldet: Er hat eine neue Theorie dazu...

Leser Ulrich Schauff meint, könne sich um „Schussgeräusche aufgrund erlaubter, ordnungsgemäßer Jagdausübung gehandelt haben“. Schüsse aus einem Jagdgewehr, eventuell ohne Schalldämpfer abgegeben, seien je nach Umgebungs- und Windgeräuschen mitunter über sehr weite Strecken zu hören: „Insbesondere nachts, wenn die üblichen Tagesgeräusche nicht mehr vorhanden sind“, erklärt Schauff – ohne allerdings zu wissen, dass es sich um mitternächtliche Schussgeräusche gehandelt hatte. 

Jagen zu der Uhrzeit? "Abwegig!"

Bernd Wulhorst, selbst Jäger, hält das allerdings zu der Uhrzeit für abwegig: Man brauche fürs Jagen schließlich Licht. Büchsenlicht sagen Jäger dazu, vom alten Wort „Büchse“ für Jagdgewehr. Es bezeichnet die Lichtverhältnisse, die in der Dämmerung morgens und abends gegeben sind. Seit dem 1. August ist zum Beispiel die Jagd auf Rabenkrähen wieder freigegeben. Gegen die Jagdgewehr-These spricht für Wulhorst auch, dass in der fraglichen Nacht gleich mehrere Schüsse vernommen wurden. „Ein Jäger belässt es in der Regel bei einem Schuss.“

Das hatten wir zuvor berichtet:

Im Bereich Schülkenbusch hat ein Anwohner in der Nacht Schüsse gehört, wie er am Mittwochmorgen im Telefonat mit der Waltroper Zeitung berichtete. Seiner Wahrnehmung nach sind die Geräusche zunächst etwa im Bereich der Eichenstraße aufgetaucht, später dann eher in Richtung Zeche.

Schüsse habe er in der Nacht auf Mittwoch am Schülkenbusch gehört, erklärte ein Leser gegenüber der WZ-Redaktion

Nachdem die WZ berichtet hatte, meldeten sich direkt eine ganze Reihe weiterer Anwohner - auch sie haben die Knall- oder Schussgeräusche gehört. Markus Liepelt etwa sagt: "Das waren definitiv Schüsse." Er sei kenne sich als Sportschütze ein wenig damit aus und sei auch aus dem Bett aufgeschreckt, als er den Lärm gehört habe. Andere Internet-Kommentatoren hatten erklärt, sie hätten eher Böller-Geräusche vernommen.  

Polizei hatte keinen Einsatz in der Art

Die WZ-Redaktion hat bei der Pressestelle der Polizei nachgehört, ob dort etwas gemeldet worden ist, aber: Fehlanzeige. Es habe lediglich etwa gegen 23.40 Uhr einen Einsatz im Bereich Waldweg wegen Ruhestörung gegeben. Der Krach dort aber sei offenbar auf lärmende Jugendliche zurückzuführen gewesen, so Sprecher Andreas Lesch. 

Auch beim Waltroper Ordnungsamt: keine Meldung

Auch beim Ordnungsamt hatte sich niemand wegen der Schuss-Geräusche niemand gemeldet, wie dessen Leiter Martin Voskort auf Nachfrage mitteilte. Vor einiger Zeit hatten Bürger in Waltrop immer wieder Böllerschüsse vernommen – meist am Wochenende und nachts. Diese Knallereien seien vermutlich von sogenannten Polen-Böllern ausgegangen, hieß es damals aus dem Ordnungsamt. Diese darf man nur zu Silvester oder mit einer entsprechenden Ausnahmegenehmigung zünden. Andernfalls sei das eine Ordnungswidrigkeit. Zudem werde die Nachtruhe gestört.

Die Waltroper Zeitung wird weiter über das Thema berichten. Weitere Rückmeldungen unserer Leser - per Mail an wzredaktion@medienhaus-bauer.de oder telefonisch unter Tel. 02309/9628-6411 - nehmen wir gern entgegen. 

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