Renata Niermann schließt das „À la Carte“-Geschäft auf dem Hof in Oberwiese.
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Blickt dankbar auf zwölf Jahre Bauernstube zurück: Renata Niermann, für die das „À la Carte“-Geschäft auf dem Hof in Oberwiese „ihr Baby“ war.

Nach zwölf Jahren ist Schluss

Niermanns schließen ihre Bauernstube - Ideen für neue Projekte gibt es dennoch

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie bekommt auch Familie Niermann in Oberwiese zu spüren: Ab sofort ist die Bauernstube geschlossen. Aber: Ab Karfreitag wird auf dem Hof Waltroper Spargel verkauft.

„Wir merkten schon nach dem ersten Lockdown, dass die Resonanz nachließ, auch vor dem zweiten herrschte tote Hose“, erzählt die dreifache Mama Renata Niermann. Es tue ihr schon weh, dieses Kapitel wegen der Unwirtschaftlichkeit zu schließen. Das Geschäft war um 60 Prozent eingebrochen. „Die Gutscheine behalten aber für den Hofladen natürlich ihre Gültigkeit“, betont Renata Niermann. Und sie krempelt die Ärmel hoch, sie hat sich längst andere Projekte überlegt. So wird es Picknick-Körbe „to go“ geben. Und sie hat noch eine andere Idee. Doch was sich hinter diesem Projekt verbirgt, will sie noch nicht öffentlich sagen.

Neuer Hofladen ist sechsmal so groß

Drei Monate im Jahr herrscht Hochkonjunktur auf dem Hof. Denn das Kerngeschäft sind der Spargel und die Erdbeeren. Jetzt konzentriert sich Renata Niermann auf den morgen startenden Verkauf des Spargels. Um das Hygienekonzept reibungslos umzusetzen, hat sie den Verkaufsraum verlegt. Aus der gut 30 Quadratmeter großen Tenne in die Scheune. Diese ist fast sechsmal so groß.

Zweite Tür eingebaut

Hier beweist Renata Niermann ihr dekoratives Händchen: Tische, Regale und die Deko sind in sanften Naturtönen gehalten. So schön dieses Ambiente auch ist: „Das Wichtigste ist, dass wir hier viel mehr Platz haben.“ So wurde noch eine zweite Tür eingebaut, so dass sich die Kunden beim Eintritt und Ausgang nicht begegnen.

Spargel-Angebot ist noch sehr überschaubar

Der Spargel liegt bei den Niermanns ganz klar in den Händen von Jodokus Niermann. Er bewirtschaftet Felder in Oberwiese und auch Richtung Rieselfelder. Wegen der Kälte-Periode, die unlängst herrschte, sei das Angebot noch knapp. Doch konnte er Anfang der Woche grünes Licht geben, dass das erste Königsgemüse in dieser Woche gestochen und ab Freitag im Hofladen im Westen von Waltrop angeboten werden kann. Pünktlich zu Ostern. Wie auch Alfons Hester wird Niermann das Kilo Spargel der besten Sorte für knapp unter 20 Euro anbieten.

Erntehelfer wurden bereits dreimal getestet

Die Coronaauflagen sind auch für die Erntehelfer aus Rumänien, die bereits auf den Feldern arbeiten, streng: So mussten sie direkt vor der Abreise einen PCR-Test in ihrer Heimat machen. Dann folgte hier ein Schnelltest und fünf Tage später ein weiterer. So lange lebten sie isoliert. „Sie bewegen sich in kleinen Gruppen. Jede Gruppe hat ein Fahrzeug und bearbeitet stets dasselbe Feld. Somit wollen wir eine eventuell übergreifende Infektion verhindern“, sagt Jodokus Niermann. Und er fügt hinzu: „Dann hätten wir ein Problem.“

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