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Die Volksbank Waltrop verschiebt die Auszahlung der Dividende.

Geldinstitut informiert

Corona-Folgen auch für die Mitglieder der Volksbank

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Die Corona-Pandemie hat auch Folgen für die Mitglieder der Volksbank.  Folgen, die das Geldinstitut selbst bedauert.

  • Auch für die Volksbank-Mitglieder hat die Corona-Krise Folgen
  • Diese Folgen verärgern Volksbank-Vorstand Ludger Suttmeyer sehr
  • Aber die Volksbank fügt sich den Vorgaben

Trotz der Corona-Pandemie müssen die Mitglieder der Volksbank Waltrop zwar nicht auf ihre jährliche Dividende (vier Prozent) verzichten, die Anteile am Gewinn der Genossenschaftsbank werden in diesem Jahr aber erst deutlich später ausgezahlt. Das teilte die Volksbank jetzt mit.

Hintergrund ist, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angesichts der Corona-Pandemie und der deshalb erwarteten wirtschaftlichen Rezession die Empfehlung ausgesprochen hat, dass alle Banken bis Oktober keine Dividende an ihre Anteilseigner ausschütten sollen.

„Wir können nicht nachvollziehen, dass Volksbanken wie wir, die solide Erträge erwirtschaftet haben und über eine starke Eigenkapitalausstattung verfügen, nicht selbstständig darüber entscheiden dürfen, ihren Eigentümern den zugewiesenen Anteil am Wirtschaftserfolg der Bank für das Jahr 2019 auszuzahlen“, zeigt sich Ludger Suttmeyer sehr verärgert über diese Vorgabe. 

Ausschüttung wird voraussichtlich im November beschlossen

Dennoch haben Aufsichtsrat und Vorstand der Volksbank Waltrop beschlossen, sich der Empfehlung zu beugen. Jetzt soll die Ausschüttung der Dividende voraussichtlich im November während der ersten Vertreterversammlung des mit der Volksbank Dortmund neu fusionierten Geldinstituts beschlossen werden. 

Vertreterversammlung findet nicht statt

Die Corona-Pandemie hat aber noch weitere Auswirkungen: Die für den 23. Juni geplante Vertreterversammlung der Volksbank findet nicht statt. „Für uns ist das besonders schmerzhaft, da dies unsere letzte Vertreterversammlung vor der Fusion mit der Dortmunder Volksbank gewesen wäre.

Aber der verantwortungsvolle Umgang mit den aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und vor allen Dingen die Sorge um die Gesundheit unserer Mitgliedervertreter hat uns leider keine andere Wahl gelassen“, begründet Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer die Entscheidung. Auf eine umfangreiche Information und ihr Stimmrecht müssen die 351 Mitgliedervertreter trotz der Absage nicht verzichten.

Schriftlich stellte die Volksbank ihren Vertretern alle Informationen zur Verfügung, die auch bei einer Präsenzveranstaltung auf der Tagesordnung gestanden hätten. Die aktuellen genossenschaftlichen Ausnahmeregelungen, die der Gesetzgeber beschlossen hat, ermöglichen es der Volksbank nun, dass die Beschlüsse der Vertreter schriftlich gefasst werden und der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 feststellt.

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