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Der Unternehmenssitz im Industriegebiet „Im Wirrigen“ ist mit einer Schranke und mit einem Zaun gesichert.

Spezialeinheit der Polizei ermittelt

Schwerer Cyber-Angriff auf "NextPharma": Hacker wollen Lösegeld erpressen

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Der Waltroper Arzneimittelhersteller "NextPharma" ist Opfer einer gezielten Cyber-Attacke geworden. Es geht um Erpressung und Lösegeld. Wer hinter dem Angriff steckt, ist offenbar unklar.

NextPharma ist Opfer eines gezielten Cyber-Angriffs geworden. Das bestätigt das Unternehmen gegenüber unserer Redaktion. Der Angriff erfolgte bereits am 4. September und dauerte mehrere Tage an. Inzwischen habe sich der Betrieb normalisiert, die Produktion laufe wieder störungsfrei. Ob beziehungsweise wie viel Lösegeld die „virtuellen Angreifer“ erpresst haben, dazu machte „NextPharma“ auf Nachfrage keine Angaben.

Finanz-Chef bestätigt den Angriff

Was bisher feststeht: Unbekannte Täter, sogenannte Cyber-Kriminelle, haben versucht, das Unternehmen mit knapp 1200 Mitarbeitern und vier Standorten in Deutschland zu erpressen. Das bestätigt Finanz-Chef Frank Posnanski gegenüber dem Göttinger Tageblatt, das zuerst über den Angriff berichtet hatte. In Göttingen (Niedersachsen) ist der Deutschland-Hauptsitz des Unternehmens. Weitere Standorte sind, neben Waltrop, Berlin und Bielefeld.

Der Unternehmenssitz im Industriegebiet „Im Wirrigen“ ist mit einer Schranke und mit einem Zaun gesichert.

Hacker haben Schadsoftware installiert

Nach Angaben der Polizei Göttingen ist der Angriff in groben Zügen so abgelaufen: Mittels einer Schadsoftware verschafften sich die Hacker zunächst Zugang zum Computersystem von „NextPharma“. Dort verschlüsselten sie Daten mit dem Ziel einer Lösegeldforderung. „Das können wir so bestätigen“, sagt eine Behördensprecherin am Freitag (20. September) auf Nachfrage unserer Redaktion. Weitere Angaben machte die Polizei mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft nicht. Aber die Ermittler gehen davon aus, dass der Cyber-Angriff inzwischen beendet werden konnte. Die Ermittlungen dauern an.

Einen ausführlichen Bericht mit weiteren Hintergründen und Erklärungen - unter anderem, wie die Polizei im Kreis RE in Sachen Cyber-Kriminalität aufgestellt ist - lesen Sie am Samstag (21.9.) in der WZ und im e-Paper!

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