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Diese Bilder stammen alle von demselben Feld. Die Triticale (Kreuzung Weizen/Roggen) ist extrem unterschiedlich ausgebildet und sie steht sehr unterschiedlich dicht.

Der dritte Dürre-Sommer droht

Dasselbe Feld, aber das Getreide wächst völlig unterschiedlich: Das hat Folgen 

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
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Kaum zu glauben, aber diese Triticale-Halme (Kreuzung Weizen/Roggen) stehen auf demselben Feld, keine 20 Meter voneinander entfernt. Ortslandwirt Thomas Witte erklärt das Phänomen.

  • Es ist zu trocken in Waltrop. Landwirte befürchten Ernte-Ausfälle.
  • Mitunter gibt es aber sehr unterschiedliche Ergebnisse.
  • Wieso regnet es nicht überall gleich viel?

Während in Villariba noch gewirbelt wird, wird in Villabacho schon gefeiert... So oder so ähnlich ist es im übertragenen Sinne oft auch in Waltrop, wenn man das Wetter einmal näher betrachtet. Denn wenn es im Westen Waltrops regnet, scheint im Osten mitunter die Sonne. Neben der Tatsache, dass es grundsätzlich schon wieder viel zu trocken ist, erschwert dieses Phänomen die Arbeit der Landwirte zusätzlich. Es droht der dritte Dürre-Sommer hintereinander.

Diese Bilder stammen alle von demselben Feld. Die Triticale ist hier schlecht gewachsen. Es gab Wassermangel.

Witte: Hätten das Zehnfache an Regen gebraucht

Das Getreide steht nicht überall schlecht. Und jetzt schon davon zu sprechen, dass die Ernte desaströse Züge annehmen wird, wäre für Ortslandwirt Thomas Witte auch zu früh. „Wenn jetzt noch genug Regen kommt, dann reicht das für eine vernünftige Kornanlage“, sagt der erfahrene Landwirt. Die Betonung liegt auf dem Wort „wenn“. Was jetzt schon festzustellen ist: Es fehlt Wasser. „Über die letzten drei Monate hätten wir sicherlich das Zehnfache gebraucht“, ordnet Witte ein. Oder in Zahlen gesprochen: 150 bis 200 Liter pro Quadratmeter.

Diese Bilder stammen alle von demselben Feld - und so wünscht sich der Bauer das: Die Triticale steht dicht an dicht uns ist gut ausgebildet.

Die Böden in Waltrop können sich nicht erholen

Das eigentliche Dilemma ist dabei, dass die extreme Trockenheit jetzt das dritte Jahr hintereinander droht. „Die Böden können sich nicht erholen“, sagt Witte. Und weil neben den Niederschlagsmengen auch die Bodenbeschaffenheit innerhalb Waltrops, oft sogar innerhalb eines Feldes, extrem unterschiedlich ist, bilden sich Getreide und Co. mitunter stark unterschiedlich aus.

Am Ende geht der Ernte-Ertrag zurück

Was das am Ende des Tages für die Landwirte bedeutet: Der Ernte-Ertrag geht zurück. Thomas Witte veranschaulicht das: „Unser Betrieb ist eigentlich so ausgelegt, dass wir unser Futter selbst produzieren können. Aber letztes Jahr musste ich schon 50 Tonnen dazukaufen.“ An Ackerfläche oder Arbeit hat sich dabei nichts geändert, am Wetter schon.

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