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So kennen wir den Moselbachpark heute.

Stadtgeschichte

Mit diesem Waltroper Bürgermeister endete die Zeit des offenen Abwassergrabens

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Noch Mitte der 1960er-Jahre „floss“ der größte Abwassergraben mitten durch Waltrop.  Dieser Bürgermeister war für die "Verrohrung" des Moselbachs verantwortlich.  

Es waren Genossen, die maßgeblich für das Bild der Innenstadt verantwortlich waren, wie wir es heute kennen. Zu diesem Schluss kommt der Vorsitzende des Heimatvereins, Norbert Frey, in seinem Buch  über 100 Jahre SPD Waltrop. So wurde in der kurzen Bürgermeister-Ära des SPD-Manns Reinhold Mittelstädt (1964 bis 1969) die Berliner Straße gebaut, mit der Errichtung der Stadthalle begonnen, der Beschluss zur Gründung des Gymnasiums gefällt. Und: der Moselbach „verrohrt“. Heute kaum zu glauben: Noch Mitte der 1960er-Jahre „floss“ der größte Abwassergraben mitten durch die Stadt. Das zu ändern, war eine große und teure Herausforderung. Dass bei einem solchen Projekt auch die Baukosten durch die Decke gehen, ist, wie das Buch belegt, ein auch damals schon nicht unbekanntes Phänomen: von 2,8 Millionen D-Mark (Mitte 1967) stiegen sie binnen eines Jahres auf mehr als das Doppelte: 6,2 Millionen D-Mark.

Enttäuschung für die Waltroper SPD

Dies ist nur einer vom zahlreichen Aspekten der Waltroper Genossen-Geschichte, die Frey berichtet. Ein Jahr Arbeit hat der Heimatvereins-Vorsitzende in dieses Buch gesteckt. Eine weitere Erkenntnis beim Schreiben: Wer glaubt, wir lebten heute in einer Hoch-Zeit der harten und polemischen Auseinandersetzung, den erinnert Frey an den Wahlkampf 1969, den wohl heftigsten und schmutzigsten, den die Stadt erlebt hat. Am Ende stand für die SPD eine Enttäuschung: Die CDU wurde stärkste Kraft im Rat, Christdemokrat Theodor Surmann Bürgermeister. Historische Fotos, Schaubilder und Grafiken lockern die 201 Seiten im SPD-Buch auf. Wichtige Quelle für Frey ist ein bis dahin nie ausgewertetes Original-Protokollbuch von 1945, das ihm „zugespielt wurde“, wie er augenzwinkernd sagt. Fdem Schreiben pausiert, ist nicht zu erwarten. Es gilt noch reichlich Waltroper Heimatgeschichte aufzuarbeiten.

Das Buch (Auflage: 500 Stück) kostet zehn Euro und ist im örtlichen Buchhandel und beim Autor erhältlich.

Mit einem Festakt, an dem auch Franz Müntefering teilnahm, feierte die SPD Waltrop kürzlich ihren 100. Geburtstag.

Die "Alm" im Park war im Sommer beliebt.

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