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Kita-Plätze sind in Waltrop dieses Jahr so knapp wie nie.

Kinderbetreuung

Kita-Plätze: Warum es in diesem Jahr erstmals nicht für alle reicht - und was Eltern planen 

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Es war in Waltrop in den letzten Jahren immer schon knapp mit den Kita-Plätzen. Doch dieses Jahr wird es wohl zu wenige Betreuungs-Plätze in Kindergärten und Tagespflege geben.

  • In diesem Jahr ist die Kita-Platz-Knappheit gravierender als in den Vorjahren
  • Starke Jahrgänge sowie viel und frühzeitiger Betreuungsbedarf sorgen für große Nachfrage
  • Von Absagen betroffene Eltern wollen sich jetzt zusammentun 

Dieser Tage haben viele Eltern in Waltrop Briefe von Kitas bekommen, in denen ihnen ein Kita-Platz angeboten wird. Manche Familien haben aber den ersehnten Brief nicht bekommen. In den Vorjahren hatte die Stadtverwaltung immer beruhigt und erklärt, dass am Ende nach einigem Hin- und Herrangieren doch noch jedem ein Betreuungs-Platz angeboten werden kann - obwohl Kita-Plätze zuletzt immer rar waren. Aber diesmal wird es anders aussehen: Erstmals könnten nicht alle Ü3-Kinder in Waltrop mit einem Kita-Platz versorgt werden, heißt es in den Unterlagen für den nächsten Jugendhilfe-Ausschuss (10. März, 17 Uhr, großer Rathaus-Sitzungssaal).

Fachkräftemangel trifft auch Waltrop

Die Gründe sind vielfältig: Zum einen herrscht Fachkräftemangel auch im Bereich der Erzieher. Zum anderen wollen immer mehr Eltern immer früher ihre Kinder betreuen lassen. Hinzu kommt, dass momentan in Waltrop geburtenstarke Jahrgänge in die Kindertagesstätten und die Tagespflege drängen. 

Waltroper Eltern tun sich zusammen

Christina Roßmann will jetzt nicht länger warten. Für ihren Sohn, der im August drei Jahre alt wird und der im Sommer in die Kita wechseln sollte, hat sie keinen Platz bekommen, erklärte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Nun will sich die Waltroperin mit anderen Eltern zusammentun, denn sie findet: „Es muss was passieren.“ Sie hat mit mehreren Familien aus dem Freundeskreis per WhatsApp Kontakt aufgenommen und eine Gruppe gegründet. Christina Roßmann würde sich über weitere Mitstreiter freuen. Wer Interesse hat, mailt an die Waltroper Zeitung (wzredaktion@medienhaus-bauer.de); die Redaktion vermittelt dann die Kontakte weiter.

Überbelegung ist in Waltrop die Regel

Knapp sind die Kindergarten-Plätze in Waltrop seit Jahren. Gegen die Knappheit wurde nicht nur zähneknirschend eine Überbelegung der Einrichtungen in Kauf genommen, sondern auch dagegen „angebaut“: Am Funkenbusch und an der Schillerstraße entstanden neue Kitas, am Waldstadion („Altenbredde“) ist die nächste geplant. Man prüfe in alle Richtungen, wie man mehr Kinder unterbringen könne, sagt Christiane Bröcker aus dem entsprechenden Fachbereich der Stadtverwaltung. Auch die SPD hatte kürzlich einen möglichen Kita-Standort genannt. Die Überlegungen gehen auch in die Richtung eines Modells, wie es seit Jahren in der ehemaligen Bücherei praktiziert wird: Dort ist in den bis dahin leerstehenden Räumen eine Übergangs-Kita entstanden. Man prüfe mehrere Möglichkeiten, so Bröcker. Aber es eigne sich nicht jedes Gebäude dafür, als Kita genutzt zu werden.

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