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Andreas Hagn ist Chef der ASV-Angler.

Fast einmütig beschlossen

Neues Vereinsgewässer: Auf diesen See haben die Waltroper ASV-Angler ein Auge geworfen

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Vier Jahre ist es her, dass nach dem Ende der Pacht des Tallesees der Auftrag an den Vorstand des ASV Waltrop erging, ein neues Vereinsgewässer zu finden. Eine Lösung ist in Sicht.  

Das Interesse an dem Thema war groß bei den Waltroper Anglern, der Saal im Haus der Kleingärtner voll besetzt. Haupt-Tagespunkt war die Pachtung eines neuen Vereinsgewässers als Ersatz für den Tallesee, der viele Jahre Anlaufpunkt für den ASV 1922 gewesen ist. „Ein neues Gewässer war schnell gefunden, nur hat es sehr lange gedauert, bis wir erste Gespräche führen konnten“, sagt Andreas Hagn, Vorsitzender des ASV 1922. Das neue Gewässer, ein 10 Hektar großes Baggerloch in der Nähe von Velen, ist an der A67 gelegen. Bis vor sechs Jahren ist dort Sand abgebaut worden, jetzt liegt der See brach. Er hat keinen Zu- oder Abfluss und wird nur vom Grundwasser gespeist. Auch einen natürlichen Besatz gibt es nicht. Von Waltrop ist er etwa 65 km entfernt und in gut 50 Minuten zu erreichen. 

Angeln können die Waltroper erst in drei Jahren

Sollte sich der ASV entschließen, das Gewässer zu pachten, so ist als erstes ein Besatz für den nährstoffarmen See vorzunehmen. Ein nachhaltiges Angeln wird frühestens in drei Jahren möglich sein. Allerdings hat die Behörde in Arnsberg noch gar nicht entschieden, welchen Rekultivierungsplan sie für den See vorsieht. Wird dieser womöglich als Landschafts- oder Naturschutzgebiet ausgewiesen? Bereits jetzt steht allerdings fest, dass am See nicht geparkt werden kann und es dürfen dort auch keine Parkplätze gebaut werden. Gleiches gilt für den Bau einer kleinen Vereinshütte – auch das geht nicht. Parkmöglichkeiten bestehen für die Angler auf einem Reiterhof, der etwa einen Kilometer entfernt liegt.

Prokura für weitere Verhandlungen

 „Wir werden heute nicht darüber entscheiden, ob wir den See pachten oder nicht“, so Andreas Hagn. „Wir wollen lediglich die Prokura der Versammlung, die begonnenen Verhandlungen fortzuführen.“ Einen Übernahmetermin zum 1. Januar 2020, wie der Besitzer es gerne hätte werde es definitiv nicht geben, versicherte Hagn der Versammlung. Dafür seien noch zu viele Fragen offen, die geklärt werden müssen. Mit der Pacht des Sees geht eine Beitragserhöhung um 30 Euro jährlich einher, durch die der Vorstand die Pachtgebühren von 4000 Euro absichern will. „Diese Beitragserhöhung wird es allerdings erst dann geben, wenn wir den See wirklich pachten“, versichert Andreas Hagn. Der Pachtvertrag würde zwölf Jahre laufen. 

Unterdessen kann an der Münsterstraße 203 wieder geangelt werden.

Vor Jahren war das Thema "schadstoffbelasteter Kanal-Aal" für die Angler wichtig.   

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