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Die Baustelle am Moselbach sorgt für Ärger.

Update: Rettungswagen-Einsatz

Aus drei Monaten Baustelle wurden 13 - Gewerbetreibende am Moselbach sind richtig sauer

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Die Planung der Baustelle am Moselbach ärgert Gewerbetreibende sowie Kunden und Patienten von Sanitätshaus, Apotheke und Arztpraxen. Zeitplan und Kosten sind aus dem Ruder gelaufen.

Gesperrte Gehwege, holprige Übergangs-Zugänge, Stolperkanten – wer die Hausarztpraxis am Moselbach erreichen will, der muss beinahe zwangsläufig gut zu Fuß sein. Dass viele Patienten eben genau das oft nicht sind, liegt in der Natur der Sache. Was den Mediziner Dr. Georg Friemann besonders ärgert: Anfangs habe die Stadt Waltrop eine viel kürzere Bauzeit angekündigt. Von drei Monaten sei die Rede gewesen, bestätigt Jörg Aravantinos vom benachbarten Sanitätshaus RehaTec. Er beobachtet das Geschehen vor seiner Tür täglich mit Unverständnis. „Aus den drei Monaten sind jetzt 13 Monate geworden. Das kann doch nicht wahr sein."

Aussage war "zu optimistisch"

Stadt-Sprecherin Patricia Neuhaus räumt auf Nachfrage ein, dass die ursprüngliche Aussage, die Arbeiten dort würden drei bis sechs Monate dauern, „etwas zu optimistisch gewesen“ sei. Neuhaus führt Gründe auf, warum es zu der Verzögerung kam: So hätten vor allem die einzelnen Versorgungsträger „wesentlich mehr Zeit benötigt als vorgesehen“. Ein witterungsbedingter Baustopp im Winter – Neuhaus spricht von sechs bis acht Wochen – habe ebenso für Verzögerung gesorgt. 

Wer trägt die Mehrkosten?

Ein ganz anderes Problem: Neben dem Zeitplan ist nach Informationen unserer Redaktion auch der Kostenrahmen aus dem Ruder gelaufen. Auch hierzu äußert sich die Stadt nun und bestätigt zumindest, dass es Mehrkosten gibt. Zur genauen Höhe wollte sich Patricia Neuhaus noch nicht äußern, da noch nicht alle Rechnungen vorlägen. Klar scheint derweil, dass es erheblich teurer wird. Man werde mit der Bezirksregierung Münster als Förderstelle Kontakt aufnehmen, kündigt Neuhaus an. Konkret geht es um die Frage, ob die Bezirksregierung die Mehrkosten nachträglich noch bewilligt.

Der Rettungswagen der Waltroper Feuerwehr rückte am Freitagmorgen zum Moselbach aus.

Vor einiger Zeit waren auf der Fahrbahn die Markierungen aufgebracht worden. Am Freitagmorgen um kurz vor 10 Uhr kam es dann tatsächlich auch zu einem Einsatz des Rettungswagens in dem Bereich. Es sei um eine „unklare Synkope“ gegangen, hieß es auf Rückfrage unserer Redaktion bei der Feuerwehr-Leitstelle. Eine Synkope ist eine kurze Ohnmacht mit rascher Reorientierung nach dem Aufwachen. 

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