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Wie geht es weiter mit dem Rewe-Markt im Egelmeer?

Supermärkte in Waltrop

Beim Edeka-Markt in der Innenstadt läuft es gut - und bei Rewe im Egelmeer?

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Der neue Edeka-Markt in der Innenstadt wird gut angenommen. Unterdessen gibt es hartnäckige Gerüchte über den Fortbestand des Rewe-Marktes im Egelmeer.  

Die Rewe-Filiale am Egelmeer zählt sicherlich nicht zu den modernsten Lebensmittelmärkten. Trotz der „vergleichsweise kleinen Verkaufsfläche“ von 750 m² und einem „eher ungünstigen Flächenzuschnitt“ sollte sie „hinsichtlich ihrer Nahversorgungsfunktion langfristig erhalten bleiben“. So steht es im Einzelhandelskonzept der Stadt Waltrop geschrieben, das die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung Anfang des Jahres vorgestellt hat. Darin haben die Experten den Einkaufsstandort Waltrop unter die Lupe genommen, bewertet und Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Ob der Rewe-Markt am Egelmeer noch eine Zukunft hat, scheint jedoch fraglich. Nach Informationen unserer Redaktion – unter anderem aus der Mitarbeiterschaft – soll der Standort womöglich aufgegeben werden. Eine endgültige Entscheidung ist den Mitarbeitern noch nicht mitgeteilt worden. Auf Nachfrage unserer Redaktion bei Senior-Chefin Edith Sabranski verneinte sie zunächst, dass es Schließungs-Pläne gebe, verwies dann allerdings auf ihren Sohn. 

Kein Kontakt mit Matthias Sabranski

Leider gelang es uns seit über zwei Wochen nicht, mit Matthias Sabranski, der im Impressum des Unternehmens als Geschäftsführer eingetragen ist, in Kontakt zu treten. Rückruf-Bitten wurden mehrfach ignoriert. In einem weiteren Telefonat ließ Edith Sabranski dann zumindest durchblicken, dass es womöglich doch Überlegungen in diese Richtung gibt, die sie aber nicht kenne. Eine konkrete Aussage dazu gab es nicht. Eine Presseanfrage beim Mutterkonzern brachte auch keinen Aufschluss. Dort hieß es, die Rewe Dortmund sei Großhandelspartner und liefere lediglich Ware an diesen Markt. Zu einer möglichen Schließung habe man „keinerlei Informationen“. 

Edeka-Markt-Betreiber gibt bereitwillig Auskunft

Während es unserer Redaktion nicht möglich war, mit Matthias Sabranski über die grundsätzliche Einzelhandelssituation in Waltrop zu sprechen, gab Karsten Nüsken, Geschäftsführerdes neuen Edeka-Marktes am Moselbach, bereitwillig Auskunft. So sei der neue Markt der Betreiber-Familie „sehr gut angelaufen“, sagt Nüsken. „Wir sind zufrieden mit den Kundenzahlen.“ Dabei gab es einige Themen, die vor der Eröffnung in Waltrop kritisch betrachtet wurden. Unter anderem ging es um die Parkplätze im hinteren Bereich, die einen (kaum zugänglichen) Teil des Moselbachparks „kosteten“. Nach längeren Diskussionen einigte man sich, statt der zunächst gewollten 147 Parkplätze mit 120 zufrieden zu sein. 

Heute bewertet Karsten Nüsken: „Für den Normal-Betrieb sind ausreichend Parkplätze da.“ Voll werde es allerdings regelmäßig an den Markttagen. Kritisch sieht Nüsken unterdessen die stauanfällige Ampelanlage zwischen Marktplatz und Edeka-Einfahrt. „Die sollte bezüglich der Schaltung überprüft werden“, so Nüsken. Das wird Anfang 2020 passieren (wir berichteten). Der neue Edeka-Markt in bester City-Lage sollte auch dazu beitragen, dass die nicht so gut besuchte Fußgängerzone belebt wird. So jedenfalls die These, die man im Rathaus gerne hervorholte, um Kritiker milde zu stimmen. Ob sie eingetroffen ist? 

Waltroper Bürgermeisterin äußert sich

Bürgermeisterin Moenikes antwortet auf diese Frage wie folgt: „Grundsätzlich bringt der Edeka-Markt sicherlich mehr Menschen in die Innenstadt. Ob dadurch der Lauf in der Fußgängerzone angestiegen ist, vermag ich aber noch nicht zu sagen.“ Als Empfehlung in dem Einzelhandelskonzept steht auch geschrieben, dass die beiden anderen Rewe-Märkte an Industrie- und Leveringhäuser Straße renoviert bzw. modernisiert werden sollten. Auch hierzu bekamen wir keine Auskunft von Sabranski.

Neulich gab es ein Ärgernis für den Edeka-Betreiber: Die Fassade war großflächig mit Graffiti beschmiert worden.

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