Setzt Allergikern zu: der Eichenprozessionsspinner
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Setzt Allergikern zu: der Eichenprozessionsspinner

Baumdienst täglich im Einsatz

Eichenprozessionsspinner: Es sind noch mehr als im Vorjahr

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Ein Patentrezept hat immer noch niemand gefunden gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS). Fachfirmen haben viel Arbeit mit den Tierchen.

  • Gegen den Eichenprozessionsspinner wurde schon viel versucht
  • Der Erfolg hält sich in Grenzen
  • Was Meisenkästen bringen, ist scher zu sagen 

Ein Patentrezept hat immer noch niemand gefunden gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) – jenes Tierchen, dessen Raupen mit ihren feinen Brennhaaren speziell Allergikern ordentlich zusetzen können. Also wird weiter abgesaugt, bis die entsprechenden Gerätschaften heißlaufen. In Waltrop hatte man in diesem Jahr versucht, dem EPS mit Lockstoff-Fallen beizukommen: Diese Fallen bestehen aus einem Schlauch, der um den Baumstamm gelegt wird, und einem Köderbeutel, in den die Raupen im besten Fall fallen sollten. Doch: Viel gebracht haben die Fallen bislang nicht, stellt der städtische Gärtnermeister Hubert Benthaus fest. Dennoch wolle man im nächsten Jahr noch einen Versuch damit machen. Ein weiteres Mittel im Einsatz gegen den „Spinner“ sind Meisenkästen, die im Stadtgebiet aufgehängt worden sind – Meisen fressen gerne EPS-Raupen. Wie gut diese Maßnahme gefruchtet habe, könne er nicht sagen – schließlich lässt sich der Meisenbestand nicht so ohne Weiteres zählen, geschweige denn sein Fress-Verhalten dokumentieren. 

Nur das Absaugen hilft

Das Einzige, was wirklich helfe, sei das Absaugen, sagt Hubert Benthaus. Seit Mai sei achtmal im Auftrag der Stadt eine Firma jeweils für einen Tag im Einsatz gewesen, um so der lästigen Tiere Herr zu werden. Zurzeit ist der EPS in der Verpuppungs-Phase. Im August schlüpfen dann die Falter. Die leben zwar nur einige Tage, aber die Weibchen legen dann schon die Grundlage für weiteres Unheil im nächsten Jahr – nämlich Eier den Kronen von Eichen. Bei der FirmaBaumdienst Ribbrock sind derweil die Mitarbeiter täglich im EPS-Einsatz: Seit Ende Mai seien ständig zwei Kolonnen, die mit den speziellen Saugern ausgestattet sind, unterwegs, erklärt Ute Correll, Disponentin bei Ribbrock. Sie bestätigt den Eindruck, den auch Hubert Benthaus hat: Es gibt in diesem Jahr noch mehr Eichenprozessionsspinner als im Vorjahr. 

Baumdienst Ribbrock fährt bis nach Siegen

Die Firma Ribbrock hat Aufträge in der näheren Umgebung, aber auch bis hin nach Siegen oder Wuppertal. Die Mitarbeiter, die in Ganzkörper-Anzügen tätig sind, saugen die Nester ab, diese landen dann in einem Plastiksack. Der wiederum komme in spezielle Fässer, die wiederum zur Abfall-Anlage gebracht und dort komplett verbrannt werden, schildert Ute Correll.

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