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Kämpferin für die Organspende: Christiane Welzel ist im Alter von 46 Jahren gestorben.

Große Trauer

Mit Christiane Welzel ist eine nimmermüde Aktivistin für die Organspende gestorben

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Christiane Welzel ist tot. Die Waltroperin hatte zwei Lungentransplantationen und setzte sich unermüdlich für Organspende ein. Sie starb mit 46 Jahren.

  • Christiane Welzel aus Waltrop war an Mukoviszidose erkrankt
  • Trotz jahrelangem Leid ein Vorbild für Engerie und Lebensfreude
  • Krebs in der zweiten Spenderlunge

Trauer um Christiane („Nane“) Welzel aus Waltrop. Das große Kämpferherz einer außergewöhnlichen Frau hat aufgehört zu schlagen. Nane Welzel ist im Alter von 46 Jahren gestorben.

Großer Anteil am Tod einer nimmermüden Aktivistin aus Waltrop

Menschen im persönlichen Umfeld der gebürtigen Oer-Erkenschwickerin, die seit zehn Jahren in Waltrop lebte, viele Freunde aus ganz Deutschland und vor allem aus dem professionellen Motorradsport in Großbritannien und dem Rest der Welt, nehmen Anteil am Tod einer begeisterten Bikerin und nimmermüden Aktivistin der Deutschen Stiftung Organspende (DSO). 

Waltroperin war grunderkrankt an Mukoviszidose

Grunderkrankt an Mukoviszidose schien das Leben einer damals zerbrechlich wirkenden jungen Frau mit nur 29 Jahren zu Ende zu gehen. Dann kam der ersehnte Anruf aus Hannover und Nane Welzel, die in einer kleinen Wohnung am Dattelner Südring lebte, wurde eine Spenderlunge transplantiert. Es war ihr starker Überlebenswille, der ihr half, sieben bedrohliche Abstoßungen des Fremdorgans in den folgenden 14 Jahren zu überstehen. 

Eine erfolgreiche Leichtathletin aus Waltrop

 „Meine Diagnose war kein Todesurteil“, sagte sie in Interviews und Talkshows. Sie fuhr als Leichtathletin zu den Deutschen Meisterschaften der Organtransplantierten. Sie räumte Titel im Hochsprung und über die Einhundertmeter ab, die ein Hoffnungszeichen für Menschen mit Spenderorganen und den Tausenden auf den Wartelisten waren. 

Waltrop: Krebs nach zweiter Transplantation

Dennoch war Christine Welzel nicht unbedingt für die Widerspruchslösung. „Ich fühle mich wohler, wenn ich weiß, dass ich mit dem Organ eines Spenders lebe, der sich bewusst und freiwillig für die Organentnahme entschieden hat“. Das war auch bei der zweiten Lungentransplantation vor wenigen Jahren so. Dann kam die niederschmetternde Diagnose Krebs in der bereits transplantierten Spenderlunge. Nun ist sie an den Folgen der Krankheit gestorben.

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