Ein Kleinbagger kam bei den Arbeiten für die Bike-Bahn zum Einsatz.
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Ein Kleinbagger kam bei den Arbeiten für die Bike-Bahn zum Einsatz.

Moselbachpark

Einfach nur ein bisschen Erde bewegt? Da steckt viel mehr dahinter

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Kinder und Jugendliche mit Schaufeln, ein Kleinbagger im Einsatz - ein Projekt im Moselbachpark wurde jetzt nach Jahren ins Ziel gebracht.

  • Zahlreiche Helfer legten jetzt an der lang ersehnten Bike-Bahn letzte Hand an
  • Sie wertet den Moselbachpark weiter auf
  • Ein junger Mann hat sich besonders engagiert

Wer am Samstagvormittag meinte, da würden im Moselbachpark in Waltrop zwischen Tennisplätzen und Hundewiese einige Kinder und Jugendliche einfach nur ein paar Erdhaufen umschichten, der ahnte wohl nichts davon, dass hier gerade ein Projekt mit langer Geschichte sein glückliches Ende fand: Der Bike-Park ist endlich Realität. Wohl sechs Jahre sind vergangen von der ersten Idee bis zur Umsetzung. All die Zeit über war Fabian Borchert (24) in vorderster Linie beteiligt. Anfangs fand sich kein passendes Gelände, doch als 2017 eine Ideenwerkstatt zur Attraktivierung der Innenstadt ausgerufen wurde, meldete er sich zu Wort: „Wie sieht‘s mit der Bike-Bahn aus?“ Sogar seine Bachelor-Arbeit an der FH Höxter in Fach Landschaftsarchitektur befasste sich inzwischen mit dem Thema. Diese Planung wird nun – mit Unterstützung der Stadt – Realität. Fabian Borchert hatte zuvor auch schon ein Praxissemester bei einem Unternehmen in Köln absolviert, das Skater- und Biker-Anlagen baut. Kurzum: Er hat jede Menge Fachwissen und an diesem Samstag ein ganz genaues Bild davon, wie der Parcours im Waltroper Park aussehen soll.

Arbeitsgeräte vom V+E

So geben er und seine Kollegen, die sich in der Planungsgruppe engagierten, dem Fahrer eines bereitgestellten Kleinbaggers des zuständigen Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens genaue Anweisungen, wo genau er wie viel Erdreich aufschütten soll. 40 Kubikmeter Erde waren eigens angeliefert worden. Arbeitsgeräte dafür hat der Ver- und Entsorgungsbetrieb zur Verfügung gestellt. 

Für Mittagspause keine Zeit

Selbst als Christian Luczak vom Kinder- und Jugendbüro zum Pizzaessen in der Mittagspause ruft, will Fabian Borchert lieber weiterarbeiten an „seinem“ Parcours. Michaela Heßelmann und Claudia Ritzmann, bei der Stadt fürs Thema Grün und damit auch maßgeblich für die Park-Umgestaltung verantwortlich, wollen es nicht bei verbalen Respekts-Bekundungen belassen, sondern greifen selbst zur Schaufel, um die Helfer tatkräftig zu unterstützen. Auch Noah (10) und Nike (11) vom Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) sind zum Helfen gekommen. Noah sagt leise, er hätte vielleicht ein paar Sachen ein bisschen anders gemacht, als die Großen es nun umgesetzt haben, aber froh, dass es die Bike-Bahn gibt, ist auch er allemal. Und auch Nike freut sich: Sie wohnt ganz in der Nähe, hat jetzt eine schöne Attraktion quasi vor der Haustür. Und dann rollen die ersten drei Biker von der Startrampe herunter. Zwar erst einmal nur symbolisch, denn die weitere Strecke ist noch nicht ganz fertig. Trotzdem: ein großer Moment - und eine weitere Aufwertung des Parks.

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