Zeugnisse in NRW
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Die Zeugnisse werden den Waltroper Abschluss-Schülern in diesem Jahr überreicht, ohne dass die Eltern dabei sein. 

Corona-Einschränkungen

Eltern sind enttäuscht: Sie wären gern bei der Übergabe der Abschluss-Zeugnisse dabei

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Schulabschluss-Feiern bedeuten normalerweise auch in Waltrop einen "großen Bahnhof". Doch in diesem Jahr können die Eltern nicht dabei sein, wenn ihre Kinder Zeugnisse bekommen.

  • Schulleitungen und Schulträger der weiterführenden Schulen in Waltroper haben sich darauf verständigt, dass an der Übergabe der Abschluss-Zeugnisse diesmal nur Schüler und Lehrer teilnehmen
  • Das liegt daran, dass in der Stadthalle, wo einige Feiern stattfinden, nur eine gewisse Anzahl an Personen zugelassen ist unter Corona-Bedingungen
  • Einige Eltern äußerten ihre Enttäuschung, nicht an dem großen Ereignis teilnehmen zu können   

Bei der Zeugnis-Übergabe zum Schulabschluss von Abiturienten und Zehntklässlern bleiben in diesem Jahr Schüler und Lehrer unter sich. Grund seien die geltenden Corona-Hygiene- und Abstands-Regeln. Wären Eltern und andere Angehörige mit dabei, würde es in den für die Feierlichkeiten vorgesehen Räumen zu voll. Einige Eltern sind unglücklich darüber, dass sie nicht mit ihren Kindern das große Ereignis feiern dürfen. 

Waltroper Eltern wären gern bei der Übergabe dabei

Daniel Arnold zum Beispiel wäre sehr gern dabei gewesen, wenn seine Tochter, die in die zehnte Klasse der Realschule geht, ihr Zeugnis bekommt: „Das ist doch ein wichtiges Ereignis, und das soll einen würdigen Rahmen bekommen“, findet der Vater. Er hat Kontakt zur Schulleitung und zu Bürgermeisterin Moenikes aufgenommen. „Man steht dieser Entscheidung ja ohnmächtig gegenüber.“ Realschul-Leiterin Lisa Dahlhues erklärte in ihrer Antwort, dass der Gesundheitsschutz an oberster Stelle stehe, und Bürgermeisterin Nicole Moenikes unterstrich, dass bei der Entscheidung im Vordergrund gestanden habe, den Schülern einen Abschluss in der Schulgruppe zu ermöglichen. Diese trenne sich ja dann und könne so Abschied voneinander nehmen. Für Daniel Arnold wäre allerdings eine klassen- oder kursweise Abschiedsfeier die bessere Alternative gewesen - und dann mit Eltern. 

"Schüler wollen lieber miteinander feiern"

Die Waltroper Bürgermeisterin erklärt, sie könne die Enttäuschung der Eltern verstehen; auch ihre Familie sei betroffen, da die jüngste Tochter Abitur macht. „Aber die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler hat absolute Priorität.“ Sie habe überdies auch die Rückmeldung aus Schülerkreisen erhalten, dass es den Schülern selbst wichtiger ist, miteinander zu feiern als mit den Eltern.

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