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Auf dem Friedhof wurden Grablichter an den Ehrengräbern abgelegt.

Friedhof

An die Toten erinnern und die Lebenden mahnen - darum geht es beim Volkstrauertag 

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Erinnern an die Kriegsopfer und mahnen, dass jeder Verantwortung hat, Frieden und Freiheit zu bewahren - darum geht es beim Volkstrauertag.  Am Sonntag fand eine Gedenkfeier statt. 

Die Waltroper Stadtgesellschaft hat am Sonntag anlässlich des Volkstrauertages wieder an die Toten der Weltkriege erinnert und die Verantwortung der heutigen Generation für die Bewahrung von Frieden und Freiheit betont. Vertreter aus Lokalpolitik und Stadtverwaltung, Vereinen und Verbänden sowie weitere Bürger nahmen daran teil. Maßgeblich mitgestaltet wurde die Gedenkveranstaltung am Friedhof von den Schützen. Dass der innere Frieden auch heute immer wieder bedroht ist, daran gibt es keinen Zweifel. Bürgermeisterin Nicole Moenikes erinnerte am Ehrenmal vor dem Friedhof an den antisemitisch motivierten Anschlag von Halle und sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. 

Gegen einen "Schlussstrich"

Der katholische Pfarrer Dr. Carsten Roeger fragte anschließend in seiner Ansprache provokant, ob man sich denn des Volkstrauertages auch erinnern würde, wenn die Gedenkveranstaltung nicht im Kalender stehe. Gerade heute, da die Zeitzeugen immer weniger werden und zugleich immer häufiger ein „Schlussstrich“ gefordert werde, sei das Gedenken wichtig. Roeger zitierte ein slawisches Sprichwort: „Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen. Es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.“ Er schloss mit einem Gebet, das ein Christ, eine Jude und ein Moslem gemeinsam geschrieben haben. Nach den Ansprachen wurden, wie bereits in den Vorjahren, wieder Grablichter an den Kriegsgräbern abgestellt, die die Schützen vor einiger Zeit wieder hergerichtet hatten. Auch an der Gedenkstätte für das Frauenlager auf dem Friedhof wurde ein Kranz niedergelegt.

Auch in Herten und Westerholt fanden Veranstaltungen zum Volkstrauertag statt.  

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