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Die Seniorentagespflege der Lebenshilfe findet im Gebäude der ehemaligen Stadtbücherei statt.

Ehemalige Bücherei

Fahrstuhl ohne Vorwarnung stillgelegt - gehbehinderte Menschen sitzen "oben" fest

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Während zwölf gehbehinderte Menschen - Besucher der Seniorentagespflege der Lebenshilfe - in der ersten Etage verweilten, klemmte eine Firma unvermittelt den Fahrstuhl ab. Es geht um Geld.

  • Lebenshilfe entsetzt: Firma klemmt Fahrstuhl ab, obwohl gehbehinderte Menschen in der ersten Etage verweilen
  • Hintergrund sind offenbar gekündigte Verträge mit Gebäudetechnik-Firma
  • Sogar die Feuerwehr rückt kurzzeitig an

Große Unruhe am Mittwochmittag bei der Lebenshilfe in Waltrop: Während im Gebäude der ehemaligen Bücherei am Markt die Seniorentagespflege in der ersten Etage stattfand, legte eine Firma den Aufzug still. Ergebnis: Zwölf mehrfach behinderte Menschen - alle auf Rollator oder Rollstuhl angewiesen - saßen oben fest. Wie Lebenshilfe-Verantwortlicher Theo Westhoff berichtet, habe man in der Not sogar um Hilfe bei der Feuerwehr gebeten. Die musste am Ende allerdings nicht mehr eingreifen. Aber was steckt dahinter? 

Aufzug außer Betrieb: Dieser Zettel hing plötzlich am Fahrstuhl.

Ein Vertrags-Durcheinander

Nach Informationen unserer Redaktion geht es offenbar um aufgekündigte Verträge. Das Gebäude selbst ist zum Teil im Eigentum der Stadt Waltrop und zum Teil eines Münchner Immobilienfonds. Verwaltet wurde das Gebäude bisher wiederum von einem dritten Immobilienunternehmen, das seinerseits einen Service-Vertrag mit Wisag Gebäudemanagement hatte. 

Der Verwalter hat gewechselt

Auf Nachfrage unserer Redaktion sagte am Mittwoch eine Wisag-Mitarbeiterin, die namentlich nicht genannt werden wollte, dass der Verwalter gewechselt habe. Und der neue Immobilienverwalter hätte der Wisag mitgeteilt, dass man kein Vertragsverhältnis mehr habe. Kurzum: Weil man nicht länger dafür bezahlt werde, sich um Wartung und Instandsetzung zu kümmern, habe man auch den eigenen Vertrag mit der Aufzugsfirma gekündigt. Letztere ist nun zur Tat geschritten. 

Diese Treppe musste von den gehbehinderten Senioren ohne Aufzug überwunden werden.

Keine schriftliche Verwarnung

Eine Mitteilung, dass der Fahrstuhl stillgelegt wird, habe es laut Lebenshilfe nicht gegeben. Die Wisag-Mitarbeiterin sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass es nicht ihre Aufgabe gewesen sei, dies mitzuteilen. Das hätte der Verwalter machen müssen. Wenngleich man auch nicht gewusst hätte, wann genau die Aufzugsfirma anrückt. Ein großes Durcheinander, die Leidtragenden sind am Ende diejenigen, die als Mieter und Nutzer am allerwenigsten dazu können: die Lebenshilfe und die Menschen mit Behinderung.  

Bürgermeisterin Nicole Moenikes, die auch nichts von der Stilllegung des Aufzuges wusste, teilte später mit, dass noch im Laufe des Mittwochs eine Fachfirma den Aufzug wieder in Betrieb nehmen sollte.

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