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Fahrzeugbau Langendorf bleibt offenbar in Waltrop.

Langendorf-Umzug

IHK bestätigt Änderung des Regionalplans: Dicker Dören wird Industriegebiet

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
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Der Waltroper Fahrzeugbauer Langendorf hat seine Lackiererei abgestoßen. Sechs Mitarbeiter wurden entlassen. Unterdessen wird ein Umzug in den Dicken Dören wahrscheinlicher.

  • Langendorf bekommt offenbar grünes Licht vom RVR.
  • Dicker Dören wird demnach ein Industriegebiet.
  • Fahrzeugbauer baut keine Lackiererei mehr an neuer Fertigungsstätte.

Update, 15.6., 13.21 Uhr: Soeben hat die IHK Nord Westfalen offiziell verkündet, dass es einen für September geplanten Aufstellungsbeschluss im Regionalplan für die Fläche "Im Dicken Dören" gibt. Dr. Jochen Grütters, Leiter des IHK-Standorts Emscher-Lippe, sagt dazu: „Dieser Beschluss ist von großer Bedeutung, um den größten industriellen Arbeitgeber in Waltrop zu halten. Stadt und IHK haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, mit der nunmehr angestoßenen Regionalplanänderung eine Zukunftsperspektive für die Langendorf GmbH zu schaffen.“ Damit bestätigt die IHK das, was unsere Zeitung bereits gestern in Erfahrung gebracht hat.

Ein Bild aus dem Archiv: Dr. Klaus P. Strautmann (2.v.li.) führte eine Gruppe mit "Alt-Langendörflern" übers hintere Firmengelände.

Was wir ursprünglich berichteten (14.6., 12.43 Uhr): Trotz des erheblichen Widerstandes aus Dortmund spricht vieles dafür, dass der Waltroper Fahrzeugbauer Langendorf (Seit 2017 Teil der Wielton-Gruppe) grünes Licht für einen Umzug in den Dicken Dören bekommt. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat nach übereinstimmenden Informationen durchblicken lassen, dass im September das Änderungsverfahren zum Regionalplan im Sinne Langendorfs abgeschlossen sein soll. Eine Entscheidung, die wohl vor allem die Nachbarn des Areals in Groppenbruch ungerne zur Kenntnis nehmen werden. Sie sind gegen den Langendorf-Umzug.

Waltroper Fahrzeugbauer wird keine Lackiererei mehr bauen

Unterdessen hat der Waltroper Fahrzeugbauer seine Lackiererei abgestoßen. „Wir wollen nichts umweltgefährdendes machen“, sagt Geschäftsführer Dr. Klaus P. Strautmann. Von den 18 Mitarbeitern, die in der Lackiererei tätig waren, habe man sechs entlassen müssen. „Vier konnten wir zum Glück schon weiter vermitteln.“ Auch am möglichen neuen Standort Dicker Dören wird keine Lackiererei mehr gebaut.

Wie sich die Corona-Krise auf die Produktion in Waltrop auswirkt, welche Aufgabe demnächst beim Mutterkonzern in Polen erledigt werden soll und warum bald wahrscheinlich keine politische Gegenwehr mehr aus Dortmund zu erwarten ist - all das und noch mehr lesen Sie in einem ausführlichen Artikel zum Thema am Montag (15.6.) im e-Paper und der Print-Ausgabe unserer Zeitung!   

Waltrop, Langendorf und der Schildbürgerstreich der Planungsbehörde

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